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Schweiz Oberster Polizeidirektor erwartet sinkende Asylzahlen

Trotz des gewaltigen Flüchtlingsstroms nach Europa dürfte die Zahl der Asylgesuche in der Schweiz gegen Jahresende leicht zurückgehen. Damit rechnet der Präsident der kantonalen Justiz- und Polizeidirektoren, Hans-Jürg Käser. Grund dafür sei die steigende Popularität der Balkan-Route.

Legende: Video «Ströme haben sich auf Balkan-Route verlagert» abspielen. Laufzeit 00:29 Minuten.
Aus News-Clip vom 24.08.2015.

Mitten in den Bildern tausender Flüchtlinge in Griechenland und Mazedonien eine überraschende Aussage: «Wir sind überzeugt, dass die Asylzahlen eine leicht sinkende Tendenz haben gegen Ende Jahr.» Dies sagte der Berner Polizeidirektor Hans-Jürg Käser am Montag nach einem Treffen zwischen Bund und Kantonen mit Justizministerin Simonetta Sommaruga.

Der gewaltige Migrantenstrom an den Grenzen zu Serbien und Mazedonien widerspreche dieser Einschätzung in keiner Weise, so Käser. Vielmehr habe er zu dieser Prognose geführt, sagte der Präsident der kantonalen Justiz- und Polizeidirektoren zur «Tagesschau»: «Die Ströme haben sich verlagert auf die Balkan-Route.»

Und auf dieser ist laut dem Staatssekretariat für Migration für die Mehrheit der Migranten die Schweiz nicht das primäre Ziel. Die Zahl der Migranten auf der Route Italien-Schweiz-Deutschland habe sich dagegen tendenziell reduziert, sagt Hans-Jürg Käser.

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33 Kommentare

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  • Kommentar von Fadri Pitsch, Zürich und Goldingen
    Schäme mich als ehemaliges Mitglied der FDP über solche Aussagen wie Käser FDP macht. Wieviel müssen wir von diesem sehr fragwürdigen Polizei Präsidenten noch ertragen. Er hat einige gravierende Fehler gemacht. Torberg usw. Es ist einfach eine unerträgliche Situation. Genügen die Bilder aus Syrien nicht? Wollen wir CH die Augen weiterhin verschliessen. Bitte Max Frisch wieder einmal zu lesen.
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  • Kommentar von Björn Christen, Bern
    Oh Mann, wie realitätsfremd ist denn dieser FDP-Käser? Die Ungaren bauen einen Zaun, was bedeutet, dass sich die Flüchtlingsströme aus dem Balkan künftig Richtung Kroatien/Italien und damit auch Richtung Schweiz verschieben. Hat der Mann in Geographie geschlafen? - Und: Vorgestern fischten die Italiener an einem einzigen Tag 4000 Afrikaner aus dem Mittelmeer - dort schwächt sich rein gar nichts ab!
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  • Kommentar von Fritz Lauper, Zürich
    Das St. Florians-Prinzip wird nicht lange zum Tragen kommen. Sobald Länder, die durch Verlagerung auf die Balkanroute einen noch grösseren Ansturm zu verzeichnen haben und "wegen Überfüllung geschlossen" werden müssen, werden auch wir wieder einem erhöhten Andrang ausgesetzt sein. Insofern ist H.J. Käsers Hoffnung, der von "tendenziell reduziert" spricht, nur vorübergehend berechtigt.
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