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Showflüge der Luftwaffe Parmelin prüft Einschränkungen bei Kunstflugstaffeln

Legende: Video Aktivitäten der Flug-Staffel werden überprüft abspielen. Laufzeit 04:43 Minuten.
Aus 10vor10 vom 24.03.2017.
  • Die Unfallserie bei den Kunstflugstaffeln könnte weitreichende Konsequenzen haben, wie Recherchen von «10vor10» zeigen.
  • VBS-Chef Guy Parmelin lässt in einer Arbeitsgruppe die Aktivitäten der Patrouille Suisse und des PC7-Teams überprüfen.
  • Showflüge könnten zeitlich eingegrenzt werden. Auch werden die Sicherheitsabstände zum Publikum überprüft.

Nachdem an der Skiweltmeisterschaft in St. Moritz ein PC-7-Flugzeug mit einer Fernsehkamera kollidierte, sieht sich Bundesrat Guy Parmelin zum Handeln gezwungen.

Ein VBS-Sprecher bestätigte «10vor10» die Überprüfung der Showflug-Aktivitäten durch eine Arbeitsgruppe der Armee: «Der Departements-Vorsteher hat sofort nach dem Zwischenfall in St. Moritz eine Arbeitsgruppe eingesetzt», sagte VBS-Sprecher Renato Kalbermatten.

Viele Veranstaltungen in Zukunft ohne Flugshows?

Man wolle abklären, wie die Risiken bei Flugshows eingegrenzt werden können. «Es geht um die Flughöhe oder den Abstand zum Publikum. Geprüft wird auch, die Flugshows während des Jahres zeitlich eingrenzen, zum Beispiel während der Zeit von April bis September.»

Von einer zeitlichen Eingrenzung der Show-Flüge erhofft sich die Arbeitsgruppe eine bessere Vorbereitung der Piloten auf die Einsätze.

Viele Veranstaltungen, die ausserhalb dieses Zeitfensters stattfinden, müssten allerdings auf die Darbietungen der Patrouille Suisse und der anderen Staffeln verzichten.

Die Schweizer Luftwaffe geriet mit ihren Showflug-Staffeln in den letzten Monaten gleich zwei Mal in die Schlagzeilen: Im Juni des letzten Jahres stürzte während einer Probe für eine Flugshow in Holland ein Flugzeug der Patrouille Suisse ab. Die Maschine des Typs Tiger F-5 stürzte in ein Gewässer, während sich der Pilot mit dem Fallschirm retten konnte. Der Vorfall an der Skiweltmeisterschaft in St. Moritz löste eine breite Diskussion über den Zweck solcher Flugshows aus.

Vorstoss fordert Flugverbot an zivilen Veranstaltungen

Mit den Show-Flügen der Schweizer Luftwaffe muss sich auch bald das Eidgenössische Parlament befassen. Die grüne Nationalrätin Regula Rytz (BE) fordert mit einer Motion das Verbot von Flugshows an zivilen Veranstaltungen. «Das Sicherheitsrisiko ist enorm, wie wir in St. Moritz gesehen haben», sagt Regula Rytz Interview mit «10vor10».

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3 Kommentare

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  • Kommentar von rosi gantenbein (lara croft)
    Es ist sicher nicht nötig, dass bei jeder Hundsverlochete eine Flugshow organisiert werden muss. Nicht nur Unterhaltung sondern auch Ruhe und Luftqualität sind Lebensqualität..
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  • Kommentar von Lutz Bernhardt (lb)
    Es schaut ganz so aus, als wolle sich Regula Rytz hier ein ganz klein wenig profilieren. Hat sie es nötig? Das VBS macht sicher schon einen guten Job um zu klären, ob und wie Kunstflugstaffeln weitergeführt werden können.
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  • Kommentar von Beat Gurzeler (B.Gurzeler)
    Eine Ueberprüfung der Luftwaffenshows ist für mich eine gute Sache , bevor ein grösseres Unglück passiert , die Luftwaffe muss auch nicht überall dabei sein zu müssen. Für mich ist einen 24 Std. Luftdienst mehr erforderlich bei der heutigen Lage in der ganzen Welt. Für mich ist die Aufgabe einer Luftwaffe anders zu gewichten als heute üblich.
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