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Schweiz «Partner wechselt. Safer Sex bleibt»

23 Prozent mehr Tripper-Fälle, 7 Prozent mehr Syphilis: Auch 2015 nahmen die Infektionen mit sexuell übertragbaren Krankheiten zu. Das Bundesamt für Gesundheit thematisiert deshalb in seiner jüngsten Kampagne den Partnerwechsel.

«Partner wechselt. Safer Sex bleibt»: Mit diesem Slogan will das Bundesamt für Gesundheit (BAG) für das Risiko sexuell übertragbarer Infektionen sensibilisieren und hat seine neue «Love Life-Kampagne» vorgestellt.

Sexuell übertragbare Krankheiten nehmen zu. Im vergangenen Jahr stiegen die Tripper-Fälle (Gonorrhoe) gegenüber dem Vorjahr um 23 Prozent, die Syphilis um 7 Prozent und die Chlamydien um 5 Prozent. Stabil blieb die Zahl der HIV-Fälle. Dieser Trend sei in ganz Europa zu beobachten, schreibt das BAG. Die Zahlen zeigten, dass die Präventionsbemühungen weitergeführt werden müssten.

«Safer Sex-Regeln» in Erinnerung rufen

Die neue Kampagne thematisiert den Partnerwechsel. Ein häufiger Wechsel des Sexualpartners erhöhe das Risiko einer Ansteckung, hält das BAG fest. Die Verwendung eines Kondoms senke dieses Risiko stark und verhindere die Übertragung von HIV. Wer sich strikt an das Motto «Partner wechselt. Safer Sex bleibt» halte, könne sich schützen.

Das BAG ruft die «Safer Sex-Regeln» in Erinnerung: Eindringender Geschlechtsverkehr immer mit Kondom, kein Sperma und kein Blut in den Mund nehmen, bei Grippesymptomen nach ungeschütztem Sex sowie bei Juckreiz, Brennen, Ausfluss oder anderen Beschwerden im Intimbereich sofort zum Arzt oder zur Ärztin. Die Kampagne tragen das BAG, Aids-Hilfe Schweiz und Sexuelle Gesundheit Schweiz.

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17 Kommentare

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  • Kommentar von Rolf Bolliger (robo)
    Auch wenn es die Einheitswelt-Ideologen, die alle Grenzen am liebste abschaffen würden, nicht hören und wahrhaben wollen, aber auch dieses Negativ-Problem trägt die Handschrift "Globalisierung" ! Viele völlig fremde Menschen aus verschiedenen Kulturen ziehen sich selbstverständlich an: Durch abwechselnde und spontane, sexuelle Kontakte steigt selbstverständlich das Risiko Infektionen bei sexuellen Handlungen zu übertragen! Trotz medizinischen Fortschritten wird vieles "Ungewisse" importiert!
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    1. Antwort von Peter Zurbuchen (drpesche)
      Man kann die Globalisierung für vieles verantwortlich machen, Herr Bolliger, denn sie hat wie jedes Ding gute und auch schlechte Seiten. Man kann es aber auch übertreiben, denn grad alles Negative lässt sich nun wirklich nicht auf sie zurück führen...
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    2. Antwort von Nicolas Dudle (Nicolas Dudle)
      Beim einen Thema mit unvereinbaren Kulturen zu argumentieren und bei einem anderen Thema die Anziehung verschiedener Kulturen als selbstverständlich zu bezeichnen verdeutlicht Ihre eigene Widersprüchlichkeit. Die Verbindung zum "Import von Ungewissem" verdeutlicht zusammen mit den künstlich erhöhten Likes auf Ihre Kommentare Ihre Rolle hier in diesem Forum. Ob das Ihren Gleichgesinnten so noch gefällt?
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    3. Antwort von Rolf Bolliger (robo)
      Zu Ihrer Schulmeisterei, Herr Dudie, zwei Bemerkungen: Lesen Sie einfach sachlich und emotionslos meinen (kritisierten) Beitrag nochmals ruhig durch! Wenn es so wäre, dass ich, wie es CVP-Politiker tun, meine Meinung zur Gesellschaft immer ändere, so würde Sie das ganz sicher nichts angehen oder Ihre Sorge, ob es meinen "Gleichgesinnten" gefalle, nicht immer gleich zu argumentieren, müsste Sie nicht belasten! Schreiben Sie doch einfach eine Meinung zum Thema "Immer mehr Infektionen durch Sex"!
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    4. Antwort von Rolf Bolliger (robo)
      Es ist immer wieder frustrierend, feststellen zu müssen, wie sich hier gewisse Kommentatoren laufen problemlos als persönlich verunglimpfende "Schulmeister" unter den Kommentaren bei "Antworten" melden können! Will man sich als ideologisch "anders" denkender Mitschreiber gegen einen unsachlichen oder themenfremden persönlichen Angriff wehren, greift die Zensur ein (wird nicht aufgeschaltet!). Meine sachliche Antwort (vor 1 Stunde) auf Herr Dudie, wurde genau in diesem Sinne nicht aufgeschaltet!
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  • Kommentar von U. Fröhlich (Ai.Chai)
    Nach 30 Jahren dieser Plakataktionen ist es höchste Zeit, wieder auf Treue zu setzen (wie 1987), auch zuhause. Geschlechtskrankheiten werden sich senken und wir Steuerzahler/innen bezahlen lieber Prävention in den Schulen, indem von der BAG das Hauptgewicht auf der Treue zwischen Frau und Mann liegt im Sexualkundeunterricht. Und nicht auf Kompetenzen, viel zu früh "versexualisiert" zu werden. Schutz allein schützt vor Torheit nicht. Die grosse Mehrheit hier lebt heterosexuell, Grundstock der CH.
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    1. Antwort von Herr Mi (Cypherpunk)
      Und was empfielhst du Menschen, die keinen Partner haben? Arrangierte Heirat? Auf gut Glück jemanden auswählen und hoffen dass man irgendwie kompatibel ist, und dann nie den Partner wechseln, weil man ja treu ist?
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  • Kommentar von Milan Darem (Mannausorient)
    @Herrn Pip, erfülltes Sexualleben versteht sich nicht als mehr Partner, mehr davon. Eine Gesellschaft, welche sich offenbar im tiefen Herzen verunsichert und verloren fühlt, versucht den seelischen Schmerz an mehr Konsum, sei Sex, Drogen, Kleider, zu lindern. Auf der körperlichen Ebene ist richtig dass BAG versucht, den Menschen auf eigenen Schutz aufmerksam zu machen. Mit solchen Botschaften normalisiert sie aber eine gefährliche Tendenz zu mehr Konsum, auch Sexkonsum.
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    1. Antwort von Nicolas Dudle (Nicolas Dudle)
      Sex als Konsum verstehe ich eh nicht. Wenn erhöhte sexuelle Aktivität aber gleichzeitig den Konsum an anderen Orten einzudämmen hilft, ist das wohl die beste Medizin.
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