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Ein Abstimmungsplakat «Pauschalsteuer für ausländische Multimillionäre abschaffen» in roter Sprechblase.
Legende: Ende November 2014: Die Initiative «Schluss mit den Steuerprivilegien für Millionäre» wird abgelehnt. Keystone
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Schweiz Pauschalbesteuerung liegt wieder im Trend

Die Zahl der Ausländer, die sich pauschal besteuern lassen, steigt in mehreren Kantonen wieder. Noch bis vor einem Jahr war das anders. Grund war die Initiative für die Abschaffung der Pauschalbesteuerung. Doch das Volk lehnte diese ab.

Jakob Rütsche ist so etwas wie der oberste Steuerverwalter der Schweiz. Er präsidiert die Schweizerische Steuerkonferenz – und er leitet die Thurgauer Steuerverwaltung. Seit der Abstimmung herrschten wieder klare Verhältnisse, sagt er. Entsprechend gingen bei ihm mehr Gesuche um Pauschalbesteuerung ein.

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Zahl der Pauschalbesteuerten nimmt wieder zu
02:23 min, aus HeuteMorgen vom 20.11.2015.
abspielen. Laufzeit 02:23 Minuten.

«Vor der Abstimmung hing immer das Damoklesschwert über einer solchen Zusage», sagt Rütsche. «Denn wer sich entscheidet, in die Schweiz zu ziehen, will nicht nach ein oder zwei Jahren nur wegen dem Steuerrecht gezwungen werden, sich zu verändern.»

Das habe dazu geführt, dass das Interesse wieder gestiegen sei. So zähle der Thurgau heute wieder 85 Pauschalbesteuerte – 30 Prozent mehr als zuletzt.

30 neue Pauschalbesteuerte im Wallis

Eine Zunahme beobachtet auch Beda Albrecht, der Chef der Steuerverwaltung im Wallis. Nach der Waadt ist das der Kanton mit den meisten Pauschalbesteuerten. «Die Ablehnung der Abstimmung hat zu einer gewissen Sicherheit bei den Steuerpflichtigen, die nach dem Aufwand besteuert werden, geführt.»

Das Wallis habe auch dieses Jahr wieder eine Zunahme der Pauschalbesteuerten verzeichnet. Gut 30 neue Aufwand- oder Pauschalbesteuerte zähle der Kanton derzeit. Einige zögen zwar weg, andere hätten sich für eine normale Besteuerung entschieden – doch unterm Strich bleibe ein Plus, sagt Albrecht.

«Versprechen in den Wind geschlagen»

Eine eigene Begründung dafür hat der geistige Vater der Initiative zur Abschaffung der Pauschalsteuer, Niklaus Scherr. Es seien viele Versprechungen gemacht worden, wonach man künftig genauer hinschauen werde, ob die Leute auch wirklich hier wohnen, ob sie auch wirklich keiner Erwerbstätigkeit nachgehen. «Diese Versprechungen, die vor der Abstimmung gemacht wurden, sind in den Wind geschlagen worden.»

Diesen Vorwurf weist Rütsche, Präsident der Steuerkonferenz, in aller Form zurück. Einen Rückgang beobachten die Behörden zwar in der Hochburg der Pauschalbesteuerten, der Waadt. Doch unabhängig von ihrer Anzahl: Ihre Steuerzahlungen insgesamt stiegen in den letzten Jahren stetig.

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13 Kommentare

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  • Kommentar von W. Helfer  (W. Helfer)
    Ich als normaler Steuerzahler bin JEDEM Steuerzahler dankbar, dass ich nicht noch mehr Steuern bezahlen muss. Die Neider und ewigen Motzer sind vermutlich die Steuergeldbezüger.
  • Kommentar von Bruno Hochuli  (Bruno Hochuli)
    Vielleicht gehen den Schweizer Stimmbürger langsam die Augen auf, dass sie schon lange verarscht werden. Aber leider denken die Leute erst, wenn es zu spät ist. Aber es ist immer so, das Volk nimmt die Abstimmungen zu wenig genau unter die Lupe. Die Hochfinanz weiss immer was sie Abstimmen müssen, damit ihr Geldbeutel prall gefüllt bleibt. Nur Otto Normalbürger ist zu faul dazu.
  • Kommentar von David Rothen  (EinLinkerundmehr)
    Für Geld macht Helvetia alles. Zum schämen.