Pensionskassen erzielen heuer kaum Rendite

Die Pensionskassen in der Schweiz haben von Januar bis Ende April nur eine sehr geringe Rendite erzielt. Ein Grossteil der Kassen sieht sich darum gezwungen, das Anlagerisiko zu erhöhen.

Die berufliche Vorsorge in der Schweiz erlebt eine der schwierigsten Phasen ihrer Geschichte. Bereits 2015 lag die Rendite mit 0,7 Prozent weit unter dem langjährigen Durchschnitt. Und auch in den ersten vier Monaten 2016 blieb die Lage angespannt: 0,1 Prozent Rendite erwirtschafteten die Pensionskassen laut einer Schätzung der Anlageberatungsfirma Complementa. In den vergangenen drei Jahren lag die durchschnittliche Rendite bei 6,9 Prozent.

Pensionskassen wählen mehr Risiko

Die aktuelle Rendite reiche nicht aus, um den Deckungsgrad der Kassen zu halten, schreibt Complementa in einer Mitteilung. So sei der Deckungsgrad von 103,4 Prozent Ende 2015 auf jetzt 102,6 Prozent gesunken. Um ein weiteres Absinken zu verhindern, sehen sich gemäss der Umfrage 70 Prozent der Kassen gezwungen, das Anlagerisiko zu erhöhen.

Entsprechend haben sie Kapital von sicheren festverzinslichen Papieren abgezogen und in alternative Anlagen mit höherem Risiko investiert. Der Anteil dieser Anlagekategorie ist von 6,9 Prozent auf 7,7 Prozent gestiegen.

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