Zum Inhalt springen
Inhalt

Schweiz Pensionskassen sind wieder stabiler

Die Schweizer Pensionskassen haben ihren Deckungsgrad letztes Jahr verbessern können – dank steigender Aktienkurse und Gewinne bei den Obligationen. Trotz der Negativzinsen plant daher nur etwa ein Fünftel der Pensionskassen, ihre Anlagestrategie zu ändern.

Legende: Video Pensionskassen investieren in Aktien abspielen. Laufzeit 01:31 Minuten.
Aus Tagesschau vom 19.05.2015.

Die Schweizer Pensionskassen haben ihren Deckungsgrad dank steigender Aktienkurse und Gewinne bei den Obligationen letztes Jahr verbessern können. Das geht aus einer Umfrage der Fondsgesellschaft Swisscanto hervor. Bei den privaten Pensionskassen stieg er im Vergleich zum Vorjahr um 3 Prozentpunkte auf 113,6 Prozent.

Der Deckungsgrad ist das Verhältnis der vorhandenen Vermögen zum Kapital, das für die vorgegebenen Leistungen erforderlich ist.

Den Vorsorgeeinrichtungen sei es gelungen, die durch die Finanzkrise 2008 entstandenen Einbussen am Kapitalmarkt weitgehend auszugleichen, heisst es in einer Mitteilung von Swisscanto.

Dies sei bemerkenswert, weil die technischen Zinsen im gleichen Zeitraum markant gesenkt worden seien. Mit dem technischen Zinssatz schätzen die Pensionskassen die Höhe der künftigen Erträge. Der Deckungsgrad wird also durch den technischen Zins berechnet.

In der aktuellen Situation wollen deshalb nur 22 Prozent der befragten Pensionskassen ihre Anlagestrategie ändern.

Details zur Umfrage

An der Umfrage «Schweizer Pensionskassen 2015» haben 437 Pensionskassen teilgenommen. Ihr Vermögen beträgt 560 Milliarden Franken. Die Kassen haben insgesamt 3 Millionen Versicherte, davon 2,2 Millionen Aktive und 800'000 Rentenbezüger. Die Umfrage deckt etwa zwei Drittel der schweizerischen Vorsorgeeinrichtungen ab.

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

3 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Peter Kellenberger, St. Gallen
    warten wir mal die Zinswende ab, dann werden die Immobilien wegen der Neubewertung die Sorgenkinder der Pensionskassen werden.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von M.Müller, Zürich
      Japan wartet seit bald 30 Jahren auf die Zinswende! Die meisten Staaten sind pleite und leben eigentlich nur weil die Nationalbanken ständig unverdientes Geld drucken. Da kommt noch lange keine Zinswende. Als vor einem Monat die FED höhere Zinsen androhten sackte die Börse gleich ab. Wenn der Libor von 0.1% auf 0.5% steigt, dann ist das nicht nur 0.4% mehr sondern das 5 fache! Es ist eine Frage des Standpunktes. Das mit der Zins Volatilität für Immos haben Sie selbstverständlich recht.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von P.Fetz, Zürich
    Ja das ist schön, geben sie jetzt eine Rentenerhöhung den Rentner/in die bis 30% gekürzt worden sind ab 2008 Bankenkriese oder bekommen die Angestellten mehr Zinsen auf ihre Pensionskasse! Hahaha Wenn Morgen das Bankencasinosystem zusammen bricht ist wieder alles weg!
    Ablehnen den Kommentar ablehnen