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Pestizid in Schweizer Weinen gefunden
Aus Espresso vom 15.06.2017.
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Wein-Untersuchung Pestizid in Schweizer Weinen gefunden

Das Wichtigste in Kürze:

  • Eine aktuelle Untersuchung von 255 Weinen zeigt: Der grösste Teil der Schweizer und ausländischen Produkte erfüllt die Anforderungen.
  • Jedoch: Sechs Weine haben die Höchstwerte überschritten.
  • Auffällig ist jedoch, dass in Schweizer Weinen tendenziell mehr verschiedene Pestizide gefunden wurden, als in den Produkten aus anderen europäischen Ländern.

Der Verband der Kantonschemiker Schweiz (VKCS) hat 255 in der Schweiz konsumierte Weine untersucht. Rund 98 Prozent der Proben erfüllen die Anforderungen.

Keine Gesundheitsgefährdung

Völlig frei von Pestizidrückständen waren 20 Proben. Bei 6 Proben jedoch wurden die Höchstwerte überschritten. Dabei handelt es sich ausschliesslich um Schweizer Weine.

Laut VKCS stellen die nachgewiesenen Pestizidrückstände in den analysierten Weinen keine Gesundheitsgefährdung dar. Anders sieht dies das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV): Solche Konzentrationen könnten – zumindest in grösseren Mengen – durchaus ein Gesundheitsrisiko darstellen. Gegenüber SRF bestätigt das Bundesamt, dass diese Produkte aus dem Verkehr gezogen werden.

Zur Probe gehörten 156 einheimische Weine aus 21 Kantonen und 99 importierte Weine aus Deutschland, Österreich, Frankreich, Italien und Portugal.

Mehr Pestizide im Vergleich zu ausländischen Produkten

Der Vergleich mit den Nachbarländern zeigt: In der Schweiz werden mehr verschiedene Pestizide eingesetzt als im Ausland. In Schweizer Weinen wurden bis zu 12 verschiedene Pestizide nachgewiesen, bei den ausländischen hingegen nur bis zu 8. Der Grund: Schweizer Weinbauern verwenden häufiger Wirkstoffe zur Bekämpfung von Resistenzen.

Die 20 rückstandsfreien Weine zeigten, dass man auch ohne Bio-Label «sauber» arbeiten könne, sagt der Walliser Kantonschemiker Elmar Pfammater.

Video
Illegaler Pestizideinsatz: Behörden schauen weg
Aus Kassensturz vom 06.06.2017.
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6 Kommentare

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  • Kommentar von Rohr Rohr  (Daphne Manon Rohr)
    Pestizide in Schweizer Weinen: Toll, dass Sie Schweizer Weine untersucht haben. Welche ausländischen Weine haben Sie ebenfalls untersucht?
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  • Kommentar von A. Keller  (eyko)
    In der Schweiz werden immer mehr verschiedene Pestizide eingesetzt als im Ausland. Nicht nur in den Weinbergen, leider auch in auf den Aeckern in der Landwirtschaft. Ich denke, dass dies in grösseren Mengen – durchaus ein Gesundheitsrisiko darstellen. Das Bundesamt versucht zu beschwichtigen. Meiner Meinung nach ist dies heuchlerisch und für den Konsumenten unübersichtlich.
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  • Kommentar von E. Waeden  (E. W.)
    Ja gut, Weinbauern spritzen. Aber glauben denn alle die Weinkosumenten, welche Billigweine u. a. aus Kalifornien usw. trinken, dass diese nicht gespritzt sind? Durch die Importe von Billigweinen, stehen auch die Weinbauern unter Druck. Ernteausfälle können dann eben Existenzen ruinieren.
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    1. Antwort von Ludwig Zeier  (Louis)
      Dann haben also alle Bio-Winzer Ernteausfälle ? Ich kaufe nur Bio-Wein. Der schmeckt super und ich bewahre unser Trinkwassers vor gefährlichen Pestiziden. Dazu enthält Bio-Wein Resveratrol. Eine Substanz welche die Traube nur bildet wenn sie sich gegen Schädlinge wehren muss. Pflanzen bei welchen nicht die ganze Umgebung tot gespritzt wird, produzieren Abwehrstoffe welche, wenn wir diese Pflanze essen, auch beim Menschen immunstärkende prozesse auslösen können. Die Natur ist einfach genial.