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Schweiz «Pokémon Go»: Jagd auf Taschenmonster ist eröffnet

Das Warten hat ein Ende: Seit Samstag ist das Hype-Spiel «Pokémon Go» offiziell auch in der Schweiz verfügbar. Doch schon kurz nach dem Start müssen die Monsterjäger eine unfreiwillige Pause einlegen.

Sie bleiben oft unvermittelt stehen oder ändern die Laufrichtung. Ihren Blick richten sie stets auf das Handy in der Hand. Meist haben sie auch Kopfhörer in den Ohren. Sie gestikulieren hektisch und wischen auf dem farbigen Handydisplay hin- und her. Das Phänomen, dem man seit jüngstem auch auf Schweizer Strassen und Plätzen begegnet, heisst «Pokémon Go».

Das Smartphone-Spiel des japanischen Konzerns Nintendo ist seit Samstag auch in der Schweiz und in 25 anderen Ländern offiziell verfügbar. Bislang war das Handyspiel bloss in englischsprachigen Ländern und in Deutschland erhältlich und konnte in den anderen Ländern nur über einen Kniff heruntergeladen werden. Dennoch hat das Game, das vor allem im Freien gespielt wird, auch in der Schweiz schon vor dem offiziellen Start einen Hype ausgelöst.

Hype bremst Server aus

Das Spiel wurde am 6. Juli zuerst für die USA sowie für Australien und Neuseeland in den App-Stores freigeschaltet. Die Entwickler waren vom Ansturm der Spieler in den ersten Ländern überrollt worden und bremsten die internationale Markteinführung zunächst, um eine Überlastung der Server zu vermeiden.

Das App-Spiel basiert auf einer 20 Jahre alten Serie von Nintendo rund um die Fantasiewesen Pokémons – kurz für Poket Monster. Entwickelt wurde es von der amerikanischen Spielefirma Niantic Labs, einer ehemaligen Google-Tochter. Die Spieler müssen die Taschenmonster auf ihrem Smartphone sammeln, aufpäppeln, tauschen und gegen jene von anderen Spielern antreten lassen. Das Pokémon-Universum umfasst 150 Charaktere. Weltweit schliessen sich die Spieler einem von drei Teams an, die sich gegenseitig Stützpunkte abjagen.

Muskelkater und Augenringe

Im Spiel verschmelzen virtuelle Welt und Realität. Der Nutzer im Gelände findet sich mittels GPS auf einer virtuellen Karte auf seinem Handy wieder. Die Monster, die sich in der Nähe befinden, werden auf der Karte angezeigt. Mit eingeschalteter Handykamera erscheinen die Viecher, als würden sie im Gelände vor einem stehen. Die Spielkarte basiert auf Material von Google. Das Spiel nutzt auch Landmarken, Wahrzeichen und auffällige Objekte in der Umgebung.

Einzelne Gamer verbrachten für das neue Spiel bereits Stunden im Freien und legten dabei mehrere Kilometer zurück. Manche Spieler klagten über wenig Schlaf und Muskelkater in den Waden. «Pokémon Go» dürfte eines der ersten Computerspiele sein, dem dieser Effekt gelungen ist.

Monsterjagd gestoppt

Kurz nach der Lancierung von «Pokémon Go» in der Schweiz war das Spiel mehrere Stunden lahmgelegt. Weltweit klagten Nutzer über Login-Probleme. Auf Twitter erklärte der Hersteller, er kämpfe mit Serverproblemen.

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14 Kommentare

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  • Kommentar von D. Thrum  (Thrum)
    Also ich hatte selten soviel Spass wie gestern Abend, als mein Heimatdorf hier draussen im Thurgau (wie immer) leer war - ausser die ganzen Leute, die draussen rumliefen und Pokemon fingen. Alle haben wir gelacht, weil es irgendwie so absurd aber herzig war! Besser, als wenn die Leute alle drinnhocken meiner Meinung. War ja auch so ein schöner Sommerabend...
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  • Kommentar von Hans Hämmerli  (Hans Hämmerli)
    Bruder, erst motzt ihr weil die Jugendlichen nur noch vor dem Computer, xbox, playstation 1-4, nintendo wii usw. Sitzen und nicht raus gehen und jetzt motzt ihr, weil sie draussen sind. Was wollt ihr genau?
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  • Kommentar von Jean-Philippe Ducrey  (Jean-Philippe Ducrey)
    Find ich gut, wenn ein Computerspiel die Nerds ins Freie transferiert und ihnen etwas Bewegung verschafft.
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