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Schweiz Preisüberwacher bremst Billett-Aufschlag beim ÖV

Besitzer eines Halbtax-Abos können aufatmen. Es wird nicht teurer. Andere Preiserhöhungen treten aber ab Dezember in Kraft. Als Pilotversuch gibt es ab Dezember zudem ein Abend-GA.

Legende: Video Öffentlicher Verkehr wird teurer abspielen. Laufzeit 02:09 Minuten.
Aus Tagesschau am Mittag vom 07.08.2014.

Die Preise im öffentlichen Verkehr werden per Dezember nicht so stark aufschlagen wie vor drei Monaten angekündigt: Der Preisüberwacher Stefan Meierhans hat den Verband öffentlicher Verkehr (VöV) gebremst. Im Mai klagten die Bahnunternehmen, dass es beim Regionalverkehr eine Abgeltungslücke gebe. Konkret: dass das Geld für den Regionalverkehr fehle.

Preisstopp nicht für alle Billette

Das stimme auch, sagt Meierhans. Aber mit den Plänen der Bahnen würden auch die Preise im eigentlich profitablen Fernverkehr steigen. «Das haben wir versucht zu kompensieren», sagt Meierhans. Etwa indem die 9-Uhr-Karte und das Halbtax-Abo nicht aufschlagen.

Der Preis-Stopp gilt allerdings nicht für alle Billette. So sind die übrigen Preiserhöhungen von 2,9 Prozent genehmigt worden. Sie treten per Dezember in Kraft. Über alle Billettklassen hinweg beträgt der Aufschlag im Durchschnitt 2,3 Prozent.

Abend-GA lanciert

Während drei Monaten gibt es zudem als Pilotversuch ein Abend-GA. Dieses gilt ab 19 Uhr und ist sechs Monate lang gültig. Wie viel es kosten wird, steht noch nicht fest. Ob das Abend-GA definitiv eingeführt wird, entscheidet der VöV nach der Pilotphase. Mit dem neuen Angebot hoffen die Transportunternehmen, die Züge in den Abendstunden besser auszulasten.

Der Preisüberwacher hat zudem mit der SBB ausgehandelt, dass es auf den 50 wichtigsten Fernverkehrsstrecken jeden Tag mindestens 5000 verbilligte Tickets gibt. Die Vergünstigung beträgt zwischen 30 und 50 Prozent. Insgesamt können die Kunden dank der Massnahmen des Preisüberwachers über das gesamte Jahr hinweg 48 Millionen Franken einsparen.

Preiserhöhungen kommen so oder so

Doch die Bahnkunden werden schon bald die nächste Preiserhöhungsrunde zu verdauen haben. Die Trassengebühren steigen und damit die Investitionskosten. Die Branche darf diese Mehrkosten in der Höhe von 100 Millionen Franken auf die Bahnkunden überwälzen. Dazu hat sie den Segen der Politik. «Da kann auch ich nicht zaubern», sagt Meierhans. Wie rasch die nächste Preiserhöhung kommt, kann er nicht sagen.

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28 Kommentare

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  • Kommentar von Christian Zbinden, Plaffeien
    ich reise viel mit dem Zug. Aber letzte zeit hat die SBB viel Verspätung zum beispiel in Luzern hat die SBB nach Freiburg Schweiz 15 bis 30 Minute später abgefahren das war mühsam. Mit der Preiserhöhung muss man bald die 3 Klasse Wagen einführen weil man den Bahnfahrern bald nicht mehr leisten kann. Es gibt viele arme Leute in der Schweiz die wollen auch Zug fahren
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  • Kommentar von R.Anderegg, Zürich
    Wie dreist, die SBB werden immer unpünktlicher, deren Zugsabteile immer dreckiger, Stehplätze werden zur Regel und die Kriminalität grassiert auch in den Vorortszügen, während Herr Meier von einem erfolgreichen Produkt spricht...Dieser Betrieb hat mehr als genug Geld zur Hand, Preiserhöhungen sind hier nicht angebracht!!
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  • Kommentar von D.Daniele, Obergösgen
    Immer werden Beispiele genannt wegen dem Problem mit den Automaten und falsch gelösten Tickets. Wir denken viel zu kompliziert, Frage an Herr Meier, wie kommt Sie dazu, jemandem eine Busse Aufzuerlegen wenn Er ein falsches Ticket gelöst hat. Für Ticketausgabe musste jemand vorher eine 3 Jährige Lehre absolvieren. Der Kunde muss das gleich begreifen oder Er büsst. Bitte Herr Meier, Unterlassen Sie es in jedem Interview zu sagen wie sehr Sie mit der SBB verbunden sind! Ich Glaub es Ihnen nicht!
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