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Schweiz Preisüberwacher lehrt Post und Telefonanbieter das Fürchten

Stefan Meierhans setzt sich für angemessene Preisen bei den sogenannten Basisinfrastrukturen ein. Also bei den Energie- und Wasserversorgern, Kommunikations- sowie bei den Verkehrsunternehmen. Er will nicht nur Konsumenten schützen, sondern auch einem Abbau von Arbeitsplätzen zuvorkommen.

Legende: Video Teure Grundversorgung in der Schweiz abspielen. Laufzeit 01:52 Minuten.
Aus Tagesschau am Mittag vom 26.02.2016.

Der Schweizer Preisüberwacher Stefan Meierhans will im laufenden Jahr auf angemessene Preise und Gebühren für die Basisinfrastrukturen fokussieren. Damit will er auch einen Beitrag zur Sicherung von Arbeitsplätzen in der Schweiz leisten.

Im Visier hat der Preisüberwacher Basisinfrastrukturen wie die Energie- und Wasserversorgung, das Entsorgungswesen, die Post und Telekommunikation sowie den öffentlichen Verkehr, wie Preisüberwacher Stefan Meierhans bei der Präsentation des Jahresberichts bekannt gab.

Preisüberwacher Meierhans.
Legende: Hat im vergangenen Jahr mehr als 2000 Bürgermeldungen geprüft: Preisüberwacher Meierhans. Keystone

Kompetitive Preise sind das A & O

Damit will er Konsumenten sowie kommerzielle Nachfrager nicht bloss vor überhöhten Preisen schützen, sondern auch einen Beitrag zur Sicherung von Arbeitsplätzen leisten.

Kompetitive Preise für Vorleistungen und eine moderate Gebührenbelastung seien essentiell, um die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen in der Schweiz zu erhalten und einer Produktionsverlagerung ins Ausland entgegenzutreten, hält er fest.

Zudem prüft der Preisüberwacher im Bereich des Hotel- und Gastgewerbes – wo bereits eine Untersuchung zu Coca-Cola läuft – ob nach er nach den entsprechenden Entscheiden der Wettbewerbskommission Abklärungen zu den Buchungsgebühren bei ausgewählten Hotel-Buchungsplattformen einleiten will.

Häufigste Empfehlungen zum Gesundheitswesen

Im vergangenen Jahr hat die Preisüberwachung 2043 Bürgermeldungen bearbeitet. Diese betrafen am häufigsten Tarife und Preise aus dem Gesundheitswesen. Zweithäufigster Kritikpunkt waren Preise zum Thema Verkehr. Überdurchschnittlich viele Meldungen betrafen zudem die Preise im Bereich Telekommunikation, der Brief- und Paketpost sowie zur Finanzbranche.

Der Preisüberwacher gab im letzten Jahr 85 Empfehlungen ab, am häufigsten zu Preisen und Tarifen im Gesundheitswesen. Intensiv nahm Meierhans auch sein Empfehlungsrecht im kommunalen Versorgungs- und Entsorgungsbereich wahr, namentlich bei den Wasser- und Abwassergebühren.

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4 Kommentare

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  • Kommentar von Benjamin Thiel (BThiel)
    In der EU werden bis 2017 roaming-Gebühren abgeschafft und bis dahin auf 5cent/Min gedeckelt. Ich vermute die EU-Anbieter werden an dieser widerlichen diktatorischen EU Zwängerei zu Grunde gehen. So wie die Strom- und Gasanbieter z.B. in Deutschland bei denen man zum Teil 30% spart, wenn man von der Grundversorgung aus wechselt...
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  • Kommentar von Peter Escher (Peter)
    .. zukünftig mit Handy kommunizieren OHNE SIM - Karte .., ist im Kommen. Dann müssen sich die Anbieter " Warm " anziehen ;-)
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  • Kommentar von Bernd Kulawik (Bernd K.)
    Ich warte ja immer noch auf den Tag, wo sich der Preisüberwacher einmal die Roaming-Gebühren für Daten vornimmt: Mit einem Swisscom-Abo-Paket zu 49 Fr. für 1 GB zahlt man – im Vergleich mit einer PrePaid-Karte vor Ort (mit der man dann aber eine neue Telefonnummer in Kauf nehmen muss) – das 53fache!! Ich könnte verstehen, wenn der Schweizer Anbieter und der ausländische Partner je 1x ihre normalen Gebühren ansetzen + 100% für den ach so schwierigen Datentransport über die Grenze = 4x. Aber 53x??
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    1. Antwort von Mike Steiner (M. Steiner)
      Lasst uns zusammenlegen und dem Preisüberwacher einen Österreich-Aufenthalt schenken. Vorher nehmen wir ihm aber sein Handy weg, sodass er sich dort alles neu beschaffen muss. Er wird lachend zurückkommen und etwas zudem gelernt haben...
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