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Härtere Strafen für Raser
Aus 10 vor 10 vom 04.01.2013.
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Schweiz Raser kommen nicht mehr ungeschoren davon

Im Strassenverkehr gelten seit Anfang Jahr wichtige Neuerungen. So dürfen elektronische Medien keine Radarwarnungen mehr senden und Kinder dürfen erst ab sechs Jahren alleine auf Hauptrassen Velo fahren. Eine härtere Gangart gilt auch gegenüber Rasern.

Wer innerorts mit 100 statt 50 Stundenkilometern fährt oder auf der Autobahn mit 200 statt 120 – der fährt nicht, sondern der rast. Auch wer sich auf den Strassen Rennen liefert oder waghalsig überholt wird künftig als Raser definiert und härter bestraft. Seit dem 1. Januar drohen für diese Delikte – auch ohne Unfall – Gefängnisstrafen und die Beschlagnahmung des Fahrzeugs durch den Staat.

«Man hat erkannt, dass hier Gesetzeslücken bestanden und diese geschlossen», freut sich Silvan Granig von der Stiftung Roadcross. Die Organisation setzt sich für mehr Verkehrssicherheit ein.

Ncht zuletzt ihre später zurückgezogene Raserinitiative war es, die das Parlament dazu drängte, strengere regeln gegen Raser in ihr Massnahmenpaket «Via sicura» aufzunehmen.

«Via sicura» soll mehr Sicherheit bringen

Dass der Druck der Volksinitiative wohl nötig war, zeigt das lange Hin und Her der «Via sicura»: Am Anfang stand die «Vision Zero» und ihr utopisches Ziel von keinen Verkehrstoten mehr. Das war vor zwölf Jahren und noch unter Verkehrsminister Moritz Leuenberger. Das ganze Paket umfasste damals über 60 Vorschläge – sie wurden im Wissen eingebracht, dass die Politiker sowieso das Meiste davon zerpflücken würden.

Audio
Interview mit Guido Bielmann vom Astra (Roland Wermelinger, 4.1.2013)
03:29 min
abspielen. Laufzeit 3 Minuten 29 Sekunden.

Tatsächlich wurden im letzten Herbst gerade noch knapp 20 Änderungen vom Parlament bewilligt. Auf der Strecke blieben u.a. die Velohelmpflicht, der befristete Führerausweis bis 50 und konkrete Verbesserungsmassnahmen bei Fussgängerstreifen.

Trotzdem, sagt Guido Bielmann vom Bundesamt für Strassen (Astra), sei die «Via sicura» ein Erfolg, denn irgendwo habe man mit den Massnahmen ja beginnen müssen. Bis 2015 werden noch weitere Neuerungen gestaffelt eingeführt. Nächstes Jahr etwa wird das Fahren mit Licht auch tagsüber obligatorisch. Später werden Fahrzeuge von Wiederholungstätern mit Alkohol-Wegfahrsperren und Datenaufzeichnungsgeräten ausgerüstet.

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16 Kommentare

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  • Kommentar von A. Planta , Chur
    Anstatt immer auf den Rasern herumzuhacken sollte die Höchstgeschwindigkeit auf Autobahnen um ca. 20 km/h erhöht werden und die Elefantenrennen der LKW rigoros geahndet werden. Das verflüssigt den Verkehr und zu Agressivität neigende Lenker werden beruhigt.
  • Kommentar von H. Paller , Aarau
    Ich fahre jedes Jahr 50000 KM zwischen Zürich und Aarau, was hier abgeht jeden Tag ist unglaublich. Es wird ein richtiger Krieg geführt mit dem Auto. Ich freue mich schon auf die vielen Gerichtsverhandlungen die es geben wird in Strassbourg. Die Schweiz wird immer mehr zur Diktatur und das Volk wird für dumm erklärt. Als Jurist beschlagen finde ich mindestens 10 Paragraphen, womit man den Staat nach Wegnahme des Autos verklagen kann. Vergesst nicht die Gehälter der Polizei werden vom Volk b...
    1. Antwort von Röné Bringold , Basel
      Benutzen Sie doch die Bahn: Weniger Krieg, keine Schadenfreude, gutes Gewissen und ab sofort sind sie ein ökologisch denkender Erdenbürger.
  • Kommentar von H. Paller , Aarau
    Ich hätte einen Gegenvorschlag. Alle Lenker die sich nicht an die vorgegebenen Tempos halten werden mit 500.-- bestraft. Lenker die z.B. auf der Autobahn nur 80 oder 100 fahren, wird der Ausweis für 1 Jahr entzogen. Genau diese Fahrer verursachen Staus, Unfälle und riskante Überholmanöver. Es wird mit 60 bei der Autobahn rein und rausgefahren. Diese Lenker sollten zu Hause bleiben oder den Zug nehmen. Sie sind die Verursacher der Staus nicht die Raser. Ein Gesetz für die Katz, eine Schande...
    1. Antwort von Beat Gurzeler , Winterthur
      Ich hätte ein Vorschlag an Sie: Uebernehmen Sie einfach die Kosten die
      " Raser " verursachen, als einen solchen " Stuss heraus zulassen ".