Oster-Reiseverkehr Rekordauslastung auf der Gotthardstrecke

Während sich die Autos auf der Gotthardroute fast ohne Unterbruch stauten, bewältigte die SBB den Grossandrang ohne grössere Probleme.

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«Unser Konzept hat sich bewährt»

SRF News: Wie verlief das Osterwochenende aus Sicht der SBB?

Olivier Dischoe, SBB-Sprecher: Wie erwartet war die Nachfrage über Ostern vor allem ins Tessin sehr hoch. Deshalb setzte die SBB rund 30 Extrazüge und zahlreiche zusätzliche Wagen ein. Insgesamt konnten wir rund 46'000 zusätzliche Sitzplätze auf der Gotthardstrecke anbieten. Am meisten Reisende in Richtung Süden wurden am Gründonnerstag und am Karfreitag verzeichnet, die Spitze im Rückreiseverkehr war am Ostermontag.

Wie sieht es aus im Vergleich zu Ostern 2016?

2016 war Ostern viel früher im Jahr, deshalb waren für viele späte Skiferien eine Alternative zu einer Reise in den Süden. Tatsächlich waren sowohl im Vergleich zu einem durchschnittlichen Wochenende als auch zu Ostern 2016 diesmal viel mehr Fahrgäste auf der Gotthardstrecke unterwegs. Laut der vorläufigen Bilanz lässt sich sagen: Die Auslastung auf der Gotthardachse war so stark wie noch nie.

Mussten angesichts des Grossandrangs auch Züge über die alte Bergstrecke geführt werden?

Nein. Das zeigt, dass sich unser Konzept der rund 30 Extrazüge ins und aus dem Tessin bewährt hat. In einigen wenigen Zügen mussten einige Reisende stehen, weil alle Sitzplätze belegt waren. Sie wurden von unseren Mitarbeitenden darauf hingewiesen, dass in einer der anderen Verbindungen durchaus noch Sitzplätze vorhanden seien. So oder so: Alle, die mit der Bahn ins Tessin wollten und zurück, kamen an ihr Ziel.

Das Gespräch führte Melanie Pfändler.