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Schweizer Grenze: Weniger Flüchtlinge - mehr Probleme
Aus News-Clip vom 27.07.2016.
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Schweiz Rückführungen von Flüchtlingen nach Italien nehmen deutlich zu

Noch nie hat das Schweizer Grenzwachtkorps so viele Flüchtlinge direkt nach Italien zurückgeschickt wie diesen Monat. Bundesrat Ueli Maurer führt dies auf die bessere Zusammenarbeit mit den italienischen Behörden zurück, wie er gegenüber «10vor10» erklärt.

Aktuelle Zahlen des Grenzwachtkorps zeigen es deutlich. Seit rund drei Wochen schicken Schweizer Grenzwächter so viele Flüchtlinge an der Grenze direkt nach Italien zurück wie nie zuvor. Während in den Monaten April, Mai und Juni rund jeder siebte Flüchtling den italienischen Behörden übergeben werden konnte, war es im Juli bereits jeder zweite.

Kooperation mit Italien vereinbart

Bundesrat Ueli Maurer, zuständig für das Grenzwachtkorps, führt diese neue Praxis auf ein Treffen mit dem italienischen Innenminister zurück. Gegenüber «10vor10» sagt Maurer: «Wir konnten die Zusammenarbeit mit Italien wesentlich verbessern. Die Italiener sind am Grenzübergang Chiasso nun viel präsenter. Deshalb können wir die Flüchtlinge sofort ‹rücküberstellen›. Früher waren die italienischen Behörden nur halbtags und während der Woche am Grenzübergang stationiert.»

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Ueli Maurer über die Zusammenarbeit mit Italien
Aus News-Clip vom 27.07.2016.
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Viele Flüchtlinge, vor allem Eritreer, wollen aber aktuell offenbar gar kein Asylgesuch in der Schweiz stellen. Sie möchten nach Deutschland weiterreisen. «Die Schweiz ist als Asylland nicht attraktiv», stellt der SVP-Bundesrat fest.

Grüne Grenze wird stark frequentiert

Doch die rigorosen Kontrollen und Rückführungen am Bahnhof Chiasso haben auch ihre Schattenseiten. Immer mehr Flüchtlinge versuchen nun, über die grüne Grenze in die Schweiz zu gelangen. «Die Flüchtlinge weichen vermehrt auf andere Übergänge aus. Sie kommen über kleine Wege, die früher vor allem von Zigaretten-Schmugglern genutzt wurden», stellt Christophe Cerinotti, Chef der gemischten Gruppe gegen Schleppernetzwerke, fest.

Die schärfere Rückweisungspraxis an der Schweizer Grenze bekommt vor allem die italienische Gemeinde Como zu spüren. Viele illegale Migranten sind auf ihrem Weg in die Schweiz oder nach Deutschland im kleinen italienischen Touristenort gelandet. Von dort aus starten sie immer wieder neue Versuche, doch noch in die Schweiz zu gelangen.

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13 Kommentare

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  • Kommentar von Christa Wüstner  (Saleve2)
    Deutlich mehr, kann auch heissen mehr als einer. Nach oben offen. Da müssten schon mal Zahlen auf den Tisch. Es wird doch alles statistisch erfasst.
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  • Kommentar von Angela Keller  (kira)
    Man wird nirgends so unverfroren angelogen wie von der Politik. Trotz gegenteiligen Aussagen (TV) wollen die meisten in die Schweiz. Die Eritreer-Comunity wächst und wächst. Die Smartphones von Bekannten und Verwandten in CH geben den Flüchtlingen ihr Ziel vor. Blauäugig zu glauben, dass dem nicht so ist. Die Flüchtlinge an der Grenze müssen alle zurück nach Italien. Schengenabkommen. Die grüne Grenze besser kontrollieren und Ilegale sofort zurückweisen.
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    1. Antwort von Edi Steinlin  (stoni)
      Das interessiert Frau Sommeruga nicht Frau Keller, diese Frau hat keine Ruhe bis nicht der letzte Eritreer von unseren Sozialwerken betreut werden kann.
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  • Kommentar von Margot Helmers  (Margot Helmers)
    Pro Woche bringt Frontex ca. 10'000 Bootsmigranten nach Italien, daher wird der Zuwanderungsdruck hoch bleiben. Ich verstehe nicht weshalb Italien sich das gefallen lässt? Die Marinen könnten diese Menschen auch nach Frankreich, Spanien oder Kroatien bringen oder auch gleich mit in die Heimathäfen Deutschland und Gross Britanien. Ich verstehe das nicht, kann mir das jemand erklären?
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