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Schweiz Sammeltag für Nepal bringt elf Millionen Franken ein

Der nationale Sammeltag der Glückskette für die Erdbebenopfer in Nepal hat Spendenversprechen von elf Millionen Franken ergeben. Zusammen mit dem Zusagen im Vorfeld ergibt sich ein Total von über 17 Millionen, wie die Verantwortlichen um Mitternacht mitteilten. Die Sammlung bleibt weiter offen.

Legende: Video Glückskette-Aktion für Nepal erfolgreich abspielen. Laufzeit 0:43 Minuten.
Aus Tagesschau Nacht vom 05.05.2015.

Der nationale Nepal-Solidaritätstag der SRG und der Glückskette ist auf grosse Resonanz gestossen: Bis Mitternacht gingen Spendenversprechen im Betrag von 11’054'104 Franken ein. Dazu kommen rund 6,13 Millionen Franken, die bereits im Vorfeld des Sammeltags gespendet wurden.

Berührende Geschichten

Seit sechs Uhr morgens bis Mitternacht konnte über die Nummer «0800 87 07 07» gespendet werden – rund 500 Freiwillige waren in den SRG-Studios in Zürich, Chur, Lugano und Genf im Einsatz, um die Spendenzusagen entgegenzunehmen.

Simonetta Sommaruga nimmt einen Telefonanruf entgegen.
Legende: Auch Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga nahm Telefonanrufe mit Spendenversprechen entgegen. SRF

Nach 17 Uhr nahm auch Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga in der Spendenzentrale in Zürich Telefonanrufe entgegen.

Es seien emotionale Geschichten, die die Anrufer erzählten, sagte Glückskette-Kommunikationsleiterin Priska Spörri in der «Tagesschau». «Eine Familie hat im Gedenken an ihre verstorbene Tochter gespendet, die gerne in Nepal bergsteigen ging.»

Bewährte Hilfswerke vor Ort

Derzeit sind in der Krisenregion 14 Partnerhilfswerke der Glückskette aktiv: ADRA, Ärzte ohne Grenzen (MSF), Caritas Schweiz, Christoffel Blindenmission, Fastenopfer, Handicap International, Helvetas, Medair, Médecins du Monde, Solidar Suisse, das Schweizerische Rote Kreuz, Swisscontact, Terre des hommes und die Heilsarmee.

Diese Partnerhilfswerke, die meist schon seit Jahren oder Jahrzehnten in Nepal agieren, setzen sich in den drei Bereichen Nothilfe, medizinische Versorgung und Kinderschutz ein:

  • In Nothilfeaktionen werden die dringendsten Bedürfnisse der Opfer abgedeckt bezüglich Nahrungsmittel, Wasserversorgung und Notunterkünfte.
  • Teams zur Verstärkung von zwei Spitälern sowie ein Spezialteam zur Behandlung von Post-Traumata sind bereits in der Hauptstadt Kathmandu eingetroffen.
  • Um den Gefahren von Misshandlungen, des Kinderhandels und der Ausbeutung der auf den Strassen lebenden Kinder vorzubeugen, werden spezifische Kinderschutzmassnahmen getroffen.

Mindestens 7200 Menschen sind dem gewaltigen Erdbeben zum Opfer gefallen, das Nepal – eines der ärmsten Länder dieser Erde – am 25. April mit voller Wucht getroffen hat. Zehntausende wurden verletzt – ein Grossteil von ihnen wartet in den abgelegenen Regionen weiter auf Rettung oder Unterstützung. Hunderttausende Gebäude wurden dem Erdboden gleichgemacht.

Spendenaufruf

Logo und Schriftzug der Glückskette

Die Glückskette ruft zu Spenden für die Erdbebenopfer in Nepal auf: Postkonto 10-15000-6 oder auf www.glueckskette.ch mit dem Vermerk «Nepal» oder mittels der Swiss-Solidarity-App.

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25 Kommentare

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  • Kommentar von Doris Loegel, Fulenbach
    Herr Escher. Ich habe den Club ebenfalls gesehen. Und trotzdem schreibe ich das, im Wissen darum, über die Probleme mit der Regierung etc. Wir müssen lernen, den Mitgliedern der Hilfswerke vor Ort zu vertrauen, welche sich mit den Umständen dort, den Schwächen aber auch Möglichkeiten auskennen und wo die Hilfe am effizientesten eingesetzt werden kann. Diese Profis sind nicht naiv und können sich der Situation anpassen. Misstrauen lähmt genauso wie Korruption und hilft genau so wenig.
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    1. Antwort von Peter Escher, Leuk - Stadt
      Doris Loegel, Fulenbach / .. und TROTZDEM .., KEINE GARANTIE WO DAS GELD ANKOMMT !!!! - ausländische Hilfskräfte haben sicher KEINEN Einfluss, WER und WIE das Geld verwaltet wird....
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    2. Antwort von Marlies Artho, Schmerikon
      Doris Loegel Es ist einmal mehr bewiesen,dass in der Schweiz sehr viele Menschen ein solidarisches denken haben.Da finde ich aber auch,dass man mit Rassismus und Fremdenfeindlichkeit ein wenig zurückhaltender umgehen könnte,die Solidarität zeigte jetzt die Allgemeine Bevölkerung. Betreffend ankommen am richtigen Ort,sicher geben sich alle Mühe.Nur wenn ich heute von Haiti die Bilder sehe,wo immer noch eine solche Verwüstung ist,frage ich mich ob wirklich alles immer dort hin kommt,wo es sollte
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    3. Antwort von Doris Loegel, Fulenbach
      Herr Escher,wird dies nun ein Dialog zwischen uns 2?Ich habe die selben Infos wie Sie,nur werten wir diese anders aus.Sie brauchen also nicht in Grossbuchstaben zu schreiben,damit ich besser verstehe.Die Präsidentin der Glückskette vor Ort informierte,dass sie den Partnern Kontakt aufnimmt + kontrolliert Hilfsmittel angeschafft,die direkt verteilt werden.Es fliesst kein Geld direkt an die Regierung.Natürlich können Fehler passieren,dennoch,Nichtstun infolge Misstrauen hilft den Menschen nicht!
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  • Kommentar von Hans Weiler, St. Galen
    Das wirklich traurige an der Situation ist, dass Hilfsorganisationen von solchen Katastrophen leben (müssen).
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  • Kommentar von Peter Escher, Leuk - Stadt
    Doris Loegel, Fulenbach/ .. Vertrauen ist GUT, WISSEN ist BESSER .. !!! - nach dem was gestern Abend im CLUB gesprochen und bestätigt wurde, herrscht eine extrem korrupten Situation !! - Hilfsgelder < versickern > ...
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