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Schweiz SBB will 2015 auf Preiserhöhungen verzichten

Die SBB konnte 2014 ihren Gewinn um 135 Millionen Franken steigern. Auch die Kundenzufriedenheit nahm leicht zu. Die Frankenstärke belastete aber den Konzern. Dennoch sollen die Preise dieses Jahr nicht steigen.

Legende: Video Erfolgreiches Jahr für SBB abspielen. Laufzeit 02:04 Minuten.
Aus Tagesschau am Mittag vom 26.03.2015.

2014 war für die SBB ein gutes Jahr: Sie transportierte mehr Passagiere und Güter, die Pünktlichkeit und die Kundenzufriedenheit stiegen leicht an, und auch das Konzernergebnis legte zu. Zu schaffen macht der SBB allerdings die Frankenstärke. Dennoch sollen die Preise 2015 nicht steigen.

Immobilienverkäufe steigern Gewinn

Der Konzerngewinn der SBB stieg im Vergleich zum Vorjahr um 135 Millionen auf 373 Millionen Franken. Der Anstieg sei in erster Linie auf Immobilienverkäufe zurückzuführen, schreibt die SBB dazu. Den Gewinn geschmälert habe hingegen der zusätzliche Unterhalt beim Schienennetz im Umfang von 95 Millionen Franken.

Höhere Kundenzufriedenheit

Auch bei der Kundenzufriedenheit konnte sich die SBB leicht verbessern. Gemäss einer Umfrage stieg diese um 0,3 auf 75,9 Punkte. Insbesondere Sauberkeit, Platzangebot, Preis-Leistungsverhältnis und die Kundeninformation im Störungsfall seien von den Kunden besser bewertet worden.

Zur Zufriedenheit beigetragen habe auch die Ausrüstung aller Wagen im Fernverkehr mit Signalverstärkern und qualitativ hochstehendem Mobilfunkempfang.

Frankenstärke als grosse Belastung

Auch an der SBB ging die Aufgabe des Euro-Franken-Mindestkurs nicht spurlos vorbei. Im Gegenteil: Weitere Effizienzsteigerungen und strukturelle Anpassungen seien notwendig, um die Massnahme der Nationalbank auszugleichen.

Eine Million Franken für den CEO

Der Konzernchef der SBB, Andreas Meyer, hat im Jahr 2014 wieder im siebenstelligen Bereich verdient. Ihm wurde ein Salär von 1,07 Millionen Franken ausbezahlt. Sein Grundlohn blieb 2014 gegenüber dem Vorjahr zwar stabil, doch stieg der leistungs- und erfolgsorientierte Lohnanteil an, da die SBB mehr Ziele erreicht hatte. Knapp 130'000 Franken wurden ihm daher mehr ausbezahlt.

Teure Infrastruktur

Neben den guten Zahlen wies die SBB auch auf ein Problem hin: Da der Bahnverkehr wächst, verschleissen Schienen, Weichen und Brücken schneller, als sie saniert werden können – obwohl die SBB bereits viel Geld dafür einsetzt. Hier erfahren Sie, wie viel noch in die Infrastruktur investiert werden muss.

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