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Schweiz Schulbeginn in dicker Luft

In mehreren Kantonen beginnt heute wieder die Schule. Und damit herrschen in vielen Lehrstuben wieder muffige Bedingungen. Keine besonders angenehme Umgebung für kleine Wissensdurstige. Ob die dicke Luft sogar den Lernerfolg mindern kann, soll eine Studie herausfinden.

Schüler und Lehrer in einem Klassenraum.
Legende: Gut eine Viertelstunde dauert es, bis die miefige Luft den Lerneifer zum Erliegen bringen kann. Keystone

Die stickigen Bedingungen in vielen Schweizer Schulräumen sind den Verantwortlichen nicht verborgen geblieben.

«Langsam aber sicher gesundheitsgefährlich»

Für Beat Zemp, den obersten Schweizer Lehrer, ist die Tendenz in den Schulhäusern klar: «Die Anzahl der Schülerinnen und Schüler steigt.» Und plötzlich sässen da in einem Klassenzimmer nicht weniger als 26 Kinder, schildert Zemp, der Präsident der Schweizer Lehrerverbandes.

Das sei nicht gesund: «Heute weiss man, dass in einem Klassenzimmer mit normaler Raumausstattung und 24 Schülerinnen und Schülern bereits nach 16 Minuten die Luftmischung und der Kohlendioxidgehalt eigentlich in einer Grössenordnung sind, die konzentriertes Arbeiten nicht mehr ermöglichen. Man muss sofort lüften. Und sie können sich vorstellen, wenn dann der Stress noch grösser wird, dann wird es langsam aber sicher gesundheitsgefährlich.»

«Man muss das mal sauber messen»

Die Gesundheitsgefährdung von Lehrern und Schülern am Arbeitsplatz wird jetzt mit einer gross angelegten Untersuchung analysiert. Dazu gehört zum Beispiel, wie Zemp weiter erklärt, der Raumbedarf. Dazu gehören aber auch die Luftverhältnisse und die Akustikverhältnisse. Lehrpersonen sind über viele Stunden einer sehr hohen Lärmbelastung ausgesetzt. «Man muss das einfach einmal sauber messen. Dann kann sagen, was zu verbessern ist», sagt Zemp.

In der Schule zu wenig beachtet

Zemp macht jedenfalls Druck und verweist auf das Gesetz: «Das Arbeitsgesetz schreibt vor, dass der Arbeitgeber alles unternehmen muss, damit die Gesundheit der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer möglichst keinen Schaden nimmt.» Das gelte auch für die Schule und sei bisher zu wenig thematisiert worden.

Die Untersuchungen beginnen in den nächsten Monaten. «Wir rechnen damit, dass wir im Herbst 2017 erste Resultate vorlegen können», ergänzt Zemp. Dann wird sich zeigen, ob und welche Lehren aus der Lehrerverbandsstudie gezogen werden. Mit dem kräftigen und regelmässigen Durchlüften der stickigen Schulstuben braucht man freilich nicht solange zu warten.

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41 Kommentare

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  • Kommentar von P. Frei, Eschenbach
    Also unglaublich,! Eine Studie?? Ist das hier ein ablenkungsmanöver?
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  • Kommentar von M. Roe, Gwatt
    Nun haben die "Baufritze" zusammen mit den Städten und Gemeinden wieder einen legalen Weg gefunden, noch mehr grüne Flächen zu verbetonieren. Schade, dass wir nicht mehr Sorge tragen zu unserem Land. Die vielen Kleinen werden später nicht mehr wissen, dass eine grüne Wiese und Wald etwas schönes, gesundes und lebensnotwendiges ist. Die werden sich dann von den "Pharmariesen" ein Pillchen herstellen lassen, damit der Körper wieder läuft, oder ein Kräutchen einfahren, damit man gar nichts merkt.
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  • Kommentar von Michelle Frick, Triesen
    Wie wärs mit lüften? Es geht nicht darum das zuviele schüler in einem raum sind, denn früher waren es mehr, sondern das der stoff und die lehrer zum gähnen langweilig ist. Wenn man in den zeitungen liest, dann ist alles gesundheitsschändigend. Warum lauft man nicht gleich mit einer mondsmontur herum?
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