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Schweiz Schweiz: Alle 36 Stunden wird ein Kleinstkind misshandelt

Schweizer Kinderkliniken haben im vergangenen Jahr 1136 Fälle von Kindsmisshandlung gemeldet. Erneut waren Kinder im ersten Lebensjahr mit 240 Fällen am häufigsten von Misshandlungen betroffen.

Baby.
Legende: Nicht alle Kinder haben eine sorgende Umgebung. Keystone

Allgemein liegt die Zahl der Misshandlungen mit 1136 Fällen auf dem Niveau des Vorjahres. Bei rund der Hälfte der Fälle waren die Opfer jünger als sechs Jahre.

Zahl «unverändert hoch»

Am häufigsten wurde im letzten Jahr die Diagnose körperliche Misshandlung gestellt (329 Fälle). In 298 Fällen lautete die Diagnose Vernachlässigung, in 262 Fällen wurden Kinder psychisch misshandelt.

Die Fälle von psychischer Misshandlung hätten damit im Vergleich zum Vorjahr abgenommen, schreibt die Fachgruppe Kinderschutz. Dasselbe gelte für die Fälle von sexuellem Missbrauch. Die 243 Meldungen im Jahr 2012 entsprechen einem Rückgang von 16 Prozent.
 
Die Fachgruppe hält allerdings fest, dass die Zahl der registrierten Kinderschutzfälle «unverändert hoch» bleibt. Gerade die kleinsten Kinder, die am meisten Fürsorge benötigten, seien den verschiedenen Formen von Gewalt am stärksten ausgesetzt.

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9 Kommentare

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  • Kommentar von Franz NANNI, Nelspruit SA
    Misshandelnde Menschen sind iR seelisch wie charakterlich und mental schwach.. ein Kleinkind ist so dankbares Opfer, an dem man seine eigene Unzulaenglichkeit abreagieren kann.... Beschaemend fuer unsere so abgeklaerte Welt...
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  • Kommentar von Walter Starnberger, Therwil
    Herr Kunz, hunderttausende von Schweizer Mütter und Väter können über ihr abwertendes, unqualifiziertes und menschenunwürdiges Statement nur den Kopf schütteln.
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    1. Antwort von Lucas Kunz, Sallneck
      Herr Starnberger, nehmen wir an, diese Zahlen haben ihre Richtigkeit - was ist das denn anderes als ein Spiegel der Gesellschaft? Natürlich hat's auch andere Eltern, Gott sei Dank, aber die Zahlen sind Fakten und sprechen eben für sich.
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  • Kommentar von Albert Planta, Chur
    Vielleicht passen ganz einfach Kleinkinder nicht mehr in unsere gestresste Welt, wo nur noch der schnöde Mammon regiert. Heutzutage ist es besonders bei Frauen in höheren Stellungen modern, Kinder zu gebähren und gleichzeitig einen anspruchsvollen Beruf auszuüben. Da sind negative Ereignisse vorprogammiert, denn die Wenigsten können über den eigenen Schatten springen.
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