Schweiz exportiert wieder mehr Kriegsmaterial

Das Geschäft mit Waffenverkäufen läuft gut: Im ersten Halbjahr 2016 haben die Kriegsmaterialexporte aus der Schweiz um 11 Prozent zugenommen. Pakistan, Indien und Südafrika zeigen sich als wichtige Märkte.

9-Millimeter-Patronen laufen durch den Fabrikationsprozess. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Innerhalb Europas exportiert die Schweiz weniger Waffen. Keystone

Die Schweiz hat im ersten Halbjahr 2016 Kriegsmaterial im Wert von rund 224 Millionen Franken exportiert. Das sind 11 Prozent mehr als im Vorjahressemester. Verantwortlich für den Anstieg waren Waffenverkäufe nach Pakistan, Indien und Südafrika.

Allein nach Südafrika wurden in den ersten sechs Monaten dieses Jahres Waffen im Wert von rund 37 Millionen Franken verkauft, nach Pakistan für rund 25 Millionen und nach Indien für 30 Millionen. Das geht aus einer am Donnerstag veröffentlichten Statistik des Staatssekretariats für Wirtschaft (Seco) hervor.

Das Geschäft in Europa läuft schlechter

Dagegen nahmen die Exporte in einige europäische Länder im Vergleich zum Vorjahr stark ab. So gingen die Waffenverkäufe nach Deutschland im ersten Semester um knapp 22 auf rund 41 Millionen Franken zurück, nach Grossbritannien um knapp 14 auf rund 2 Millionen Franken. Auch die Waffenverkäufe nach Frankreich sanken von knapp 11 auf rund 4 Millionen Franken. Etwa im gleichen Umfang sind die Verkäufe nach Italien zurückgegangen.

Nach einem Grossauftrag aus Indonesien für Fliegerabwehrsysteme im letzten Jahr schrumpften die Exporte auch in das südostasiatische Land von 32 Millionen Franken auf rund 4 Millionen Franken.