Schweiz hilft in Mali nur noch begrenzt

Seit Wochen beschäftigt der Konflikt in Mali die internationale Gemeinschaft. Auch die Schweiz ist betroffen. Denn in Mali leistet die Schweiz seit Jahrzehnten Entwicklungshilfe. Doch nun ist die nur noch eingeschränkt möglich.

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Das Deza über die Lage in Mali

Das Deza arbeitet schon lange in Mali. Es beurteilt die Situation in vielen Gebieten von Mali als gefährlich.

Mali ist seit 1977 ein Schwerpunktland der Schweizer Entwicklungshilfe. Die Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (Deza) konzentrierte dort seit 1980 ihre Hilfe auf die Regionen Sikasso, Mopti und Timbuktu. Die Schweiz wollte zum Aufschwung des Landes beitragen. Bis anhin – nun schränkt der Krieg die Hilfe ein.

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Bildlegende: Das Deza hilft derzeit aus Sicherheitsgründen nur noch in den Regionen rund um Bamako und um Sikasso. nordnordwest/wikipedia

«Die Schweiz sei derzeit nur noch in der Region rund um Bamako und in Sikasso tätig», sagt der Direktor des Deza-Kooperationsbüro in Bamako, Mirko Manzoni. Sikasso liegt im Süden des Landes. Dort hilft die Schweiz, in den Bereichen Bildung und Demokratieförderung. «Aktuell leisten wir zusätzlich humanitäre Hilfe», so Manzoni.

Keine Schweizer in Gefahr

Gegenwärtig seien alle Schweizer sicher, versicherte Manzoni. Das gelte sowohl für die Mitarbeiter der Schweizer Regierung wie auch für Ausgewanderte. «Egal, was in Mali passiert, wir sind bereit für jede Situation, das Sicherheitskonzept steht», so Manzoni.

«Im Moment ist es schwierig mit der Bevölkerung generell und mit den Behörden und Diensten zusammenzuarbeiten», so Manzoni. Denn die Menschen stünden nicht mehr im gleichen Mass zur Verfügung wie vor dem Ausbruch des Konflikts. «Die Menschen stehen unter Schock», erklärt Manzoni die mässig gute Zusammenarbeit mit den Maliern.