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Schweiz Schweiz tritt ins diplomatische Fettnäpfchen

Mehrere ranghohe Regierungsvertreter haben einen Besuch der olympischen Winterspiele abgesagt. Grund ist die wachsende Kritik an Veranstalter Russland. Nicht so die Schweiz. Gleich zwei Bundesräte werden nach Sotschi reisen.

Legende: Video Zwei Bundesräte reisen nach Sotschi abspielen. Laufzeit 02:10 Minuten.
Aus Tagesschau vom 18.12.2013.
Die Ringe der Olympischen Spiele.
Legende: Russland, Veranstalter der Olympischen Winterspiele 2014, steht derzeit in der Kritik. Keystone

Die Olympischen Winterspiele 2014 im russischen Sotschi haben sich zu einem Politikum entwickelt. Mehrere Staaten haben angekündigt, dass ihre hochrangigen Vertreter dem Sportanlass fernbleiben. Russland steht derzeit massiv in der Kritik.

Die Gründe sind vielfältig. Da ist das im Sommer verabschiedete Gesetz, welches Homosexuelle diskriminiert, die Ausbeutung von Wanderarbeiter, Umweltsünden und die Kostenexplosion des Sportprojektes.

Hochrangige Politiker bleiben zuhause

Wichtige politische Figuren wie der französische Präsident François Hollande, der deutsche Bundespräsident Joachim Gauck, oder die EU-Kommissarin Viviane Reding haben erklärt, auf eine Reise nach Sotschi zu verzichten. Frankreich wird sich von Sportministerin Valérie Fourneyron vertreten lassen.

Auch die USA senden keine hochrangigen Vertreter. Dafür werden aber offen homosexuelle Athleten und Athletinnen an den Wettkämpfen teilnehmen. Die ehemalige Heimatschutzministerin Janet Napolitano wird die US-Delegation an der Eröffnung anführen. Bei der Abschlussfeier wird der stellvertretende Aussenminister William Burns diese Funktion übernehmen.

Zum Vergleich, bei den Sommerspielen 2012 in London übernahm First Lady Michelle Obama diese Aufgaben.

Schweiz schickt zwei Bundesräte

Während wichtige politische Figuren ihre Abwesenheit bekanntgaben, wird die Schweiz von zwei hochrangigen Politikern vertreten. Am kommenden Februar werden Didier Burkhalter und Ueli Maurer die olympischen Winterspiele besuchen.

Der nächstjährige Bundespräsident Burkhalter wird voraussichtlich nur an der Eröffnungsfeier teilnehmen. Dafür hat Sportminister Maurer angekündigt, er wolle so viele Anlässe mit Schweizer Sportler wie möglich besuchen.

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57 Kommentare

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  • Kommentar von Juha Stump, Zürich
    @M. Chauvet: Was macht Sie so sicher, dass die Zeitungen immer das schreiben, was den Tatsachen entspricht? Zwischen den Zeilen lesen ist halt eine Kunst, die nicht alle beherrschen.
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  • Kommentar von Rainer Fauser, Augsburg
    Den USA und deren Vasalen EU geht's um die Ukraine und damit um Zugang zu russischen Rohstoffen,nicht um Menschenrechte,darum das Getöse um vermeintliche M.Putin weiss darum und hat deswegen als billige Geste die Amnestien ausgerufen.Es kann ihm egal sein,ob Politiker dem Olympia-Geschäfts-Schwachsinn fern bleiben oder nicht.Das Geschäft wird so oder so über die Bühne gehen,zum Leid der Einheimischen und der Natur in Sotchi.Was haben da steuerfinanzierte (CHer) Politiker generell verloren?
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    1. Antwort von E.Waeden, H
      In erster Linie sollte die Arbeit der Athleten gewürdigt werden. U. Maurer ist unser Sportminister & WÜRDIGT mit seiner Anwesenheit diese harte Arbeit der Sportler! Punkt! Wenn andere Länder diese Spiele zu einen Politikum machen wollen sollen sie. Punkt. Wir tun es eben nicht! Punkt.
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  • Kommentar von Walter Schwarb, Ueken
    Seit wann geht es bei Olympischen Spielen um Sport? Schon lange nicht mehr. Die Spiele, ihre Organisatoren und ihr Ok sind Machtbezeugnisse und Grössenwahn. Wer Sport treiben will, soll es tun, das ist ok, das mache ich auch. Mir geht es als Schweizer nicht besser, wenn irgend ein Skifahrer, den ich nicht kenne, "für mich" eine Medallie holt. Schon gar nicht irgendwo in Russland in einer Retortenstadt, wo rücksichtslos alles zerstört wurde. Unserem Bundesrat fehlt das Rückgrat, nein zu sagen.
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