Keine Angst vor Krise Schweizer favorisieren Griechenland, Spanien und Zypern

Bei der Wahl der Feriendestination spielt die Flüchtlingskrise kaum eine Rolle. Dafür politische Instabilität.

Das Wichtigste in Kürze

  • Auch dieses Jahr haben Schweizerinnen und Schweizer ihre Ferien vor allem am Strand verbracht; am liebsten in Griechenland, Spanien und Zypern.
  • Vergangenes Jahr wurden bestimmte Tourismusdestinationen noch gemieden, sei es wegen der Terrorgefahr oder der Flüchtlingskrise.
  • Diesen Sommer hatten diese beiden Faktoren auf die Wahl der Feriendestination jedoch kaum einen Einfluss. Man habe sich damit arrangiert, sagen die Reiseanbieter.

Schweizerinnen und Schweizer lagen auch in diesen Sommerferien am liebsten am Meer. In welchem Land der Strand aber liegt, darüber entscheiden vor allem geopolitische Faktoren. So ist die Türkei beispielsweise nach wie vor ein unbeliebtes Ferienziel, sagt Prisca Huguenin, Mediensprecherin von Hotelplan: «Auch letztes Jahr war die Türkei nicht gefragt. Damals eher aufgrund der Terrorgefahr. Dieses Jahr wiederum eher aus politischen Gründen.»

Die Angst vor Terroranschlägen hat an Bedeutung verloren

Politische Instabilität ist Gift für die Tourismusbranche, das bekommen auch Destinationen wie Tunesien oder Ägypten seit mehreren Jahren zu spüren. Und wenn es weltweit zu mehreren grossen Terroranschlägen kommt, wie letztes Jahr in Brüssel, Nizza und Berlin, dann bleiben viele Leute am liebsten ganz zu Hause.

«  Letztes Jahr war die Türkei eher aufgrund der Terrorgefahr nicht gefragt. Dieses Jahr wiederum eher aus politischen Gründen. »

Prisca Huguenin
Mediensprecherin von Hotelplan

Diese Terrorängste scheinen bei Schweizerinnen und Schweizern diesen Sommer aber wieder vom Tisch zu sein, sagt Prisca Huguenin: «Dieses Jahr haben wir gesehen, dass die Leute bereits im Januar oder Februar ihre Ferien gebucht haben. Sie wollten in die Ferien. Daher ist die Terrorgefahr dieses Jahr weniger ein Thema.»

Griechenland ist wieder beliebt – trotz Flüchtlingskrise

Ein weiterer Faktor, der die Auswahl der Feriendestination letztes Jahr stark beeinflusste, ist die Flüchtlingskrise. Aus Angst in den Ferien am Strand mit ankommenden Flüchtlingen konfrontiert zu werden, mieden die Schweizer beispielsweise die griechischen Inseln Kos oder Rhodos.

Auch das ist dieses Jahr laut Martin Wittwer, Geschäftsführer TUI Schweiz, anders. Die Situation sei nicht wie vergangenes Jahr, als die Medien über Kos und die Flüchtlingskrise in Griechenland berichteten. «Das Thema Flüchtlinge steht nicht mehr an oberster Stelle. Die Leute haben sich damit abgefunden.»

«  Das Thema Flüchtlinge steht nicht mehr an oberster Stelle. Die Leute haben sich damit abgefunden. »

Martin Wittwer
Geschäftsführer TUI Schweiz

Herr und Frau Schweizer haben sich in den Sommerferien also nicht von Unbehagen und Sorgen leiten bei der Auswahl ihrer Feriendestination. Und so haben laut den Schweizer Reiseanbietern viele bereits auch die Herbstferien gebucht.

Gefragte Reiseziele Schweizer Reiseveranstalter im Sommer 2017

Tui Schweiz
Hotelplan Suisse
ITS Coop Travel
MallorcaGriechenlandMallorca
KretaSpanienKreta
KosZypernKos
RhodosPortugalZypern
Gran Canaria
MaltaAntalya