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Schweiz Schweizer Greenpeace-Aktivist: «Seit 15 Tagen in Einzelhaft»

Marco Weber, Schweizer Greenpeace-Aktivist, ist in Russland wegen Piraterie angeklagt. Er konnte im «Käfig» kurz mit SRF sprechen. Er klagt über die Haftbedingungen.

Legende: Video «Greenpeace-Aktivist Weber vor der Kamera» abspielen. Laufzeit 0:32 Minuten.
Vom 15.10.2013.

Greenpeace-Aktivist Weber war Besatzungsmitglied der «Arctic Sunrise». Er und seine Kollegen hatten versucht, auf die Ölplattform «Priraslomnaja» von Gazprom zu gelangen. Nach eigenen Angaben wollten sie ein Transparent befestigen. Russische Sicherheitskräfte beendeten die Aktion.

30 Personen, 19 Nationalitäten

Bei seinem Hafttermin wird Weber in einen Käfig eingeschlossen, das normale Vorgehen in Russland. Vor der Anhörung konnte SRF mit Weber sprechen. Es gehe ihm den Umständen entsprechend gut, sagte er. Dann klagte er aber über die Haftbedingungen.

«Wir sind alle in Einzelhaft. Ich bin seit 15 Tagen alleine. Wenn wir eine Stunde pro Tag nach draussen dürfen, können wir den Himmel nicht sehen. Wir sind immer unter einem Dach, keine Sonne. Und wir bekommen keine Nachrichten: Keine Zeitungen, kein TV», so Weber zu SRF.

«Bandenmässige Piraterie» ist der Vorwurf, den die Justiz gegen 30 Greenpeace-Aktivisten erhebt. Kremlchef Wladimir Putin hatte die Justiz gewarnt, die Aktivisten wegen Piraterie anzuklagen. Den Personen aus 19 Ländern drohen im Fall einer Verurteilung bis zu 15 Jahre Haft. Greenpeace will wenn nötig bis vor den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte in Strassburg ziehen.

52 Kommentare

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  • Kommentar von friedrich brehm, frankfurt am main
    wie geht es dabei eigentlich dem deutschen gazprom-vertreter und freund des lupenreinen demokraten, dem herrn schröder? der hat seine herkunft ja wohl komplett vergessen.
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  • Kommentar von M. Kohler, Thurgau
    Für mich ist das so wie bei unbewilligten "Tanz Dich frei Demos" oder Ähnliches: Mitgegangen mitgefangen! Wer sich mit Russland anlegt - aus was für edlen Gründen auch immer - riskiert ganz bewusst eine solche Behandlung und ist selber schuld oder einfach zu dumm. Mich nervt, dass nun wieder auf Kosten des Steuerzahlers die Diplomatie arbeitet...
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    1. Antwort von R.käser, Zürich
      Wenn Sie in 500 Jahren leben würden und den ganzen Dreck welchen wir in unserer Gegenwart produzieren erleben, über was würden Sie sich dann unter der Gasmaske aufregen Herr Koller? Vergessen Sie auch nicht, dass die Schweiz entstanden ist, durch Menschen die sich zum Wohle aller selbstlos aufopferten. Solchen Menschen müssen wir ebenso selbstlos helfen weil auch sie davon profitieren.
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    2. Antwort von P. Höcker, Hannover
      "Für mich ist das so wie bei unbewilligten "Tanz Dich frei Demos" oder Ähnliches: Mitgegangen mitgefangen! Wer sich mit Russland anlegt - aus was für edlen Gründen auch immer - riskiert ganz bewusst eine solche Behandlung und ist selber schuld oder einfach zu dumm. Mich nervt, dass nun wieder auf Kosten des Steuerzahlers die Diplomatie arbeitet..." Sollte man wirklich immer nur über "das Geld" nachdenken ?...
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    3. Antwort von K. Müller, Bern
      ...So einen traurigen Kommentar abzugeben zeugt mal wieder von engstirnigem Denken. Soll man Allem tatenlos zusehen und sich verstecken, Missstände einfach hinnehmen? Es ist doch mutig und meist selbstlos, wenn sich Menschen für die Erhaltung unserer schönen Erde einsetzen und dabei das Risiko auf sich nehmen, sich selbst in Gefahr zu bringen damit. Dumm kann ich dies nicht nennen!
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    4. Antwort von Uwe - Christian Kunstreich, Mainz
      Meerespiegel steigt an bis zum Ende dieses Jahrhunderts...und Klimaflucht ist jetzt schon Alltag. Und weiter wird der einzige Planet ausgeplündert der verfügbar/erreichbar ist. Der größte Flächenstaat der Erde beweisst wieder brutal seine geradezu terroristische Entschlossenheiten zum Konsumgeprotze um jeden Preis.Das sind wahre AktivistInnen in Würde zu diesen teils doch oberflächlichen Bekundungen.
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  • Kommentar von Peter Meier I, Zürich
    Ihr müsst nicht bei den Oelfördern meckern gehen. Schliesslich braucht man ja das Oel, damit in Katar 2022 bei der Fussball-WM die Stadien von ueber 40 Grad C auf 25 Grad C heruntergekühlt werden.
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    1. Antwort von Patrick Leonardi, Zürich
      Stimmt. Darum boykottieren wir ja die WM auch. Oder?
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