Schweizer Justiz nimmt mutmassliche Dschihadi ins Visier

Sie sind nach Syrien gereist, um womöglich zusammen mit den Terroristen für einen islamischen Gottesstaaten zu kämpfen. Das wirft die Bundesanwaltschaft vier Personen in der Schweiz vor.

Ein vermummter Kämpfer der radikal-islamischen Al-Shabaab-Miliz in Somalia. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Mit geschickter Propaganda können radikal-islamische Terrorgruppen immer mehr Kämpfer im Westen rekrutieren. Keystone

Die Bundesanwaltschaft ermittelt gegen vier mutmassliche Dschihadi. Sie sollen nach Syrien gereist sein, um dort die Terror-Gruppe Islamischer Staat (IS) im Kämpf für einen Gottesstaat zu unterstützen.

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Dschihadismus in der Schweiz

Wie der Nachrichtendienst schätzt, sind bisher rund 40 Personen aus der Schweiz in Krisengebiete gereist, um sich am Dschihad zu beteiligen. Rückkehrern droht eine strafrechtliche Verfolgung.

«Wir ermitteln in diesen Fällen wegen des Verdachts der Unterstützung einer kriminellen Organisation und wegen finanzieller Zuwendung für eine Terrorgruppe», sagt Lauber in einem Interview mit der «SonntagsZeitung».

Behörden sind Hände gebunden

Der Dschihadismus in der Schweiz bereite ihm zunehmend Sorgen, sagt Lauber weiter. Die Bundesbehörden müssten «sehr wachsam» sein. Weil es keine schwarze Liste von Dschihadi gibt, könnten die Migrationsbehörden nicht reagieren. Deshalb müssten sie bei jedem Fall einzeln abklären, wie gefährlich eine Person sei.

Jemanden an der Ausreise hindern, könne die Bundesanwaltschaft nur, wenn ihm nachgewiesen werden kann, dass er «eine Terrororganisation finanziell oder anderweitig» unterstützt.

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