Zum Inhalt springen

Header

Navigation

Legende: Audio Regio-Airport-Subventionen sorgen für Ärger. abspielen. Laufzeit 01:54 Minuten.
Aus HeuteMorgen vom 09.07.2019.
Inhalt

Schweizer Luftfahrt Nationalrat hat subventionierte Regio-Airports auf dem Radar

  • Insgesamt flossen 2018 über 30 Millionen Franken Bundesgelder an die nationalen Regionalflughäfen.
  • Im Nationalrat tauchte vor diesem Hintergrund die Frage auf, ob der Bund in Zeiten der Klimaerwärmung alle kleinen Airports subventionieren muss.
  • Derzeit nimmt das Bundesamt für Zivilluftfahrt eine Lagebeurteilung vor, um die Bedeutung der elf kleinen Flughäfen einschätzen zu können.

30.2 Millionen Franken – soviel zahlte der Bund letztes Jahr an die Schweizer Regionalflughäfen. Am meisten erhielt der Flughafen Grenchen mit 7.1 Millionen Franken, gefolgt von Bern mit 5.8 Millionen. Das bestätigte Bundesrätin Simonetta Sommaruga in der Fragestunde in der letzten Session.

23 Millionen Franken davon stammen aus der Mineralölsteuer auf Kerosin. Den Rest, rund 7 Millionen, deckte das Bundesamt für Zivilluftfahrt (Bazl) ab. «Ich bin richtig erschrocken, als ich diese Zahlen sah», sagt SP-Nationalrätin Priska Seiler Graf, welche die Frage im Rat gestellt hatte.

Keine Konzentration möglich?

Sie fragt sich: Muss der Bund in Zeiten der Klimaerwärmung so viele kleine Flugplätze subventionieren? Und: «Ist es wirklich nötig, dass all diese Flugplätze auch noch betrieben werden, oder kann da nicht eine Konzentration vorgenommen werden?»

Klar ist: Die Finanzierung der Flugsicherung bei den Regionalflugplätzen ist seit Jahren ein Problem. Man habe sich auch im laufenden Jahr mit den Regionalflugplätzen nicht einigen können, heisst es bei der Schweizer Flugsicherung Skyguide – nun müsse das Bazl die Bundesinteressen auf den Regionalflugplätzen definieren.

Studie zur Bedeutung der Flugplätze

In der Tat: Das Bazl nehme momentan eine Lagebeurteilung vor, bestätigt Mediensprecher Christian Schubert. In einer Studie werde die Bedeutung der elf Regionalflugplätze untersucht.

Darin gehe es auch um die Frage, wie viele Regionalflugplätze in Zukunft noch von Bedeutung seien für die Schweizer Luftfahrt. Und auch, wieweit sie in Zukunft noch finanziell unterstützt würden, so Bazl-Sprecher Schubert weiter. Denn der Bund will diese Beiträge senken. Die Resultate der Studie werden auf Ende Jahr erwartet.

Grafik Flughäfen
Schliessen

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen. Mehr

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren. Weniger

Sie haben diesen Hinweis zur Aktivierung von Browser-Push-Mitteilungen bereits mehrfach ausgeblendet. Wollen Sie diesen Hinweis permanent ausblenden oder in einigen Wochen nochmals daran erinnert werden?

48 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Markus Guggisberg  (gugmar)
    Der Bund prüft dies ... der Bund prüft das ... Die Abschaffung der Eidgenossenschaft scheint beim Bund Programm zu sein. Letzter Akt wäre dann die Auflösung der Verwaltung in Bern. Und wie wärs wenn der Bund mal die sinnlosen Kosten fürs Ausland unter die Lupe nehmen würde ?
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Konrad Pfister  (Konrad Pfister)
    Sollte wohl eher heißen im Visier als auf dem Radar, wohl ein missglücktes Wortspiel mit Airport, was auch besser Flugplatz wäre, Flughafen scheint für einige dieser Plätze etwas hoch gegriffen?
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Andrea Schlapbach  (Andrea Schlpbch)
    Die hier erwähnten Bundes-Subventionen werden vollumfänglich aus Treibstoffsteuern finanziert, die von der Fliegerei stammen, und sind gesetzlich zwingend zweckgebunden wieder einzusetzen. Das ist identisch mit den Treibstoffsteuern der Fahrzeuge, die wieder zurück in den Strassenverkehr fliessen. Insofern ist das nicht eine aviatikfreundliche Haltung der Verwaltung, sondern eine politisch gewollte in unsere Gesetze und Verordnungen gegossene Absicht.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen