Schweizer Studenten können auch zukünftig in der EU studieren

Egal, wie die EU-Länder auf die Umsetzung der Masseneinwanderungsinitiative reagieren: Der Bundesrat will auch weiterhin sicherstellen, dass junge Schweizer im EU-Raum studieren können. Dazu hat er die Finanzierung aufgestockt.

Jugendliche haben vor dem Bundeshaus eine symbolische Mauer aufgestellt und demonstrieren auf einem Banner für das Programm Erasmus+. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Viele Schweizer Studenten wollen auch in Zukunft problemlos im EU-Raum studieren können. Keystone/ 3. April 2014

Das Wichtigste in Kürze:

  • Auch in Zukunft sollen junge Schweizer in EU-Ländern studieren dürfen.
  • Die EU-Jugendprogramme sollen weiter zugänglich sein für Schweizer Jugendliche.
  • Der Bund stockt die hierfür benötigten Finanzmittel auf.
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Mehr Geld

Wie das Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung (WBF) mitteilte, soll die Finanzierung der Auslandsstudien nicht am Geld scheitern. Für 2015 wurde der Finanzierungsbetrag auf 23,9 Millionen Franken festgelegt. Dies stellt eine Aufstockung von 1,2 Millionen Franken im Vergleich zum Vorjahr dar.

Nach der Annahme der Masseneinwanderungsinitiative (MEI) wurde die Schweiz aus dem EU-Programm Erasmus+ ausgeschlossen. Der Bundesrat hat sich nun auf zwei Szenarien eingestellt:

Ob mit oder ohne Erasmus+

Entweder kommt die Schweiz wieder bei Erasmus+ unter oder sie gilt als «Drittstaat». Der Bundesrat setzt nun ab 1. November eine Verordnung in Kraft, die beiden Varianten gerecht wird.

Die Finanzmittel, die vor der Masseneinwanderungsinitiative für Erasmus+ bereit gestellt wurden, sollen den Schweizer Studierenden, die im EU-Raum studieren wollen, zugänglich bleiben. Eine Agentur wird für die Prüfung und Vergabe der Finanzen zuständig sein.