Zum Inhalt springen
Inhalt

Schweiz Schweizer wollen Flüchtlinge bei sich aufnehmen

Am Anfang war ein Aufruf der Schweizerischen Flüchtlingshilfe: Private sollen Flüchtlinge aufnehmen. Das war im Oktober – vor dem Hintergrund des Syrienkriegs und der hunderten ertrunkenen Flüchtlinge vor der Insel Lampedusa. Der Appell blieb nicht ungehört.

Syrische Flüchtlinge kochen und essen vor ihren Zelten.
Legende: Syrische Flüchtlinge werden in einem Lager in Libanon versorgt. Keystone

«Ungefähr 60 Familien, Hausbesitzer und andere haben sich bereit erklärt, Flüchtlinge aufzunehmen.» Stefan Frey, Sprecher der Flüchtlingshilfe, zeigt sich darüber angenehm überrascht.

Diese Menschen seien bereit, Flüchtlingsfamilien oder alleinstehenden Frauen mit Kindern Raum mit Kochgelegenheit zur Verfügung zu stellen und ihnen im Alltag beizustehen. «Das geht nirgends besser als von Mensch zu Mensch.»

Kein Kommentar vom BFM

Für die praktische Umsetzung der Privatplatzierungen sucht die Flüchtlingshilfe noch vor Weihnachten das Gespräch mit den Behörden: «Jetzt zuerst einmal mit dem Bundesamt für Migration BFM, dem Bundesamt von Bundesrätin Sommaruga.» Im BFM hält man sich derzeit noch bedeckt. Man nehme die Aktion zur Kenntnis, wolle sie aber nicht kommentieren.

Nach den Festtagen sind auch Gespräche mit einzelnen Kantonen in der Deutschschweiz geplant. Klar sei, dass die privaten Beherbergungen zusammen mit den Behörden seriös vorbereitet und begleitet werden müssen. Die Auswahl der Flüchtlinge sei ebenfalls Sache der Behörden. «Es geht auch darum zu schauen, welche Gruppen oder Familien für die Situation besonders geeignet sind.»

Frey geht heute davon aus, dass man im Februar mit den privaten Beherbergungen beginnen könne – im Sinne eines Pilotprojektes. «Dann werden wir schauen, wie die Erfahrungen sind.»

Privatplatzierungen von Flüchtlingen im grossen Stil gab es letztmals in den 70er Jahren. Über 2000 Chilenen fanden nach dem Militärputsch Zuflucht in Schweizer Haushaltungen.

Luftangriff auf Aleppo

Erneut haben Helikopter Fassbomben über der umkämpften Stadt Aleppo abgeworfen. Bei dem Angriff kamen 76 Menschen ums Leben, darunter 28 Kinder und vier Frauen. Das teilte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit.

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

29 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von H.moser, Basel
    Super,heute groszügige Blödheit, und Morgen dann Gesetz..? Aber alte Mitmenschen (Bürger) welche Ihr Leben lang gearbeitet haben ,sich nicht's haben zu Schulden kommen lassen,nicht kriminell geworden sind ,Steuern bezahlt haben, nicht vom Sozailamt sich Ihr dasein bezahlen lassen und nur in unserem System schmarotzen,solche werden dafür auf die Strasse gestellt,und müssen sich noch mit dummen Sprüchen beleidigen lassen.!!! Wenn schon geht doch vor Ort helfen, und Ihr währt Helden .!!
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Norbert Sallnek, Zürich
    Wissen sie was so komisch ist? Alle Politiker, die das ganze Jahr die Schweiz in den Dreck ziehen und sich für kriminelle Ausländer/Asylsuchende einsetzen, nehmen keine "Asylsuchende" auf. Glättli hat gesagt, er habe kein Platz, Wermuth hat gesagt, er habe keine Zeit usw....!
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von V. Humbert, Carouge
    Was hier an, ich kann es nicht anders ausdrücken, faschistischem Gedankengut unterwegs ist, ist unfassbar. Menschenverachtender geht's wohl nicht mehr. Eigentlich beschämend. Aber die Betroffenen wissen eh nicht, was das ist.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Rolf Bolliger, Orpund
      Statt jede besorgte Meinung als "faschistisch" zu verurteilen, werden Sie, geehrte(r) "Humbert" aus Carouge, bestimmt Courage und Humanität zeigen, und mindestens 20-50 solche Syrier-Familien aufnehmen, 24 Stunden pro Tag betreuen und "menschlich" behandeln! Bravo und meine aufrichtige Hochachtung!
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    2. Antwort von V. Humbert, Carouge
      Bolliger, quod erat demonstrandum. Übrigens: ein gesegnetes Weihnachtsfest...
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    3. Antwort von Katharina Müller, 8400 Winterthur
      @ V. Humbert - Was ist menschenverachtend daran und sogar faschistisch, wenn sich Schweizer Gedanken machen, wie und ob das gut gehen könne, wenn man Flüchtlinge zu Hause aufnimmt. Ausserdem, wer sagt denn, dass jene, die bereit sind, Flüchtlinge aufzunehmen, linke Gutmenschen sind? Wer andere so einfach als Faschisten bezeichnet, sollte sich mal erkundigen, was wirklich Faschismus bedeutet.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen