Sechs Vorschläge nach den Krawallen von Bern

Unzählige eingeschlagene Schaufenster, ein Grossaufgebot an Polizisten und jede Menge Müll: Die Bilanz nach dem Cupfinal in Bern ist durchzogen. Vor allem die Fanmärsche im Vorfeld des Spiels lösen Empörung in den Kommentarspalten von SRF aus. Sechs Vorschläge unserer Leser für die Zukunft.

Vorschlag 1: Fanmärsche verbieten

Jürg Baltensperger: «Fan»märsche gehören verboten. Es kann nicht sein, dass zu Lasten der Bevölkerung ein paar wenige ihren Spass haben. Mit dem Geld können wir definitiv Besseres anfangen. Geht's trotzdem nicht, ist zu überlegen, ob man auf den Cup verzichten soll.

Vorschlag 2: Sponsoren belangen

Manu Pestalozzi: Gewalttätigkeit bei Massen-Mannschaftsspielen ist gesetzt. Das kriegt man nicht mehr weg. Mein Wunsch: Ansetzen bei jenen, die mit den Anlässen Geld verdienen: Spieler, Funktionäre, Sponsoren. Ich assoziiere sie direkt mit diesen Gewaltsausbrüchen, eigentlich sollten sie (resp. ihre Produkte und Dienstleistungen) boykottiert oder geächtet werden – mit einer freien Bürgergesellschaft haben die maskierten Horden, die sie indirekt regelmässig auf die Allgemeinheit loslassen, nichts mehr zu tun.

Vorschlag 3: Punkteabzug für das Team

Karl Hutter: Hier ein paar Vorschläge: Die randalierenden Fans bestrafen ihren Club mit -2 Punkten in der Tabelle. Risikospiele müssen ersatzlos gestrichen werden. Randalierer müssen festgenommen, eingebuchtet und bestraft werden. Die Fans müssen solidarisch für allfällige Schäden aufkommen. Sicherheitsmassnahmen und Polizeieinsätze müssen vom Club bezahlt werden. Nur noch Geisterspiele (ohne Zuschauer). Fazit: Schade um den Sport!

Vorschlag 4: 200 Franken Fan-Depot

Franz Nanni: Jeder Fan muss im Vorfeld ein Depot von 200 Franken leisten und bekommt es nur zurück, wenn keine Schäden eingetreten sind. Als Beweis eine Vignette, besser einen Chip oder «Tanzbändel». Wer keinen Nachweis hat, kann nicht in den Bus oder Fanzug steigen. Wer keinen Beweis hat und mit dem Privatauto anreist, hat keinen Parkplatz.

Vorschlag 5: Fussballverband in die Pflicht nehmen

Christian Haldimann: Absolut schwach. Sport ist Sport und keine Kriegsveranstaltung. Unser Land sollte beispielhaft und mit Stolz zeigen, dass es ohne Gewalt auch geht. Im Schwingsport funktioniert das. An einer sinnvollen Umsetzung für einen Sport ohne Gewalt sind vorallem die Vereinsführungen und der Schweizerische Fussballverband, die zuständigen Gremien, um der Jugend zu zeigen wie es ohne Schlägereien auch geht. Keiner von den Herren scheint den Mut zu haben, diese Arbeit umzusetzen.

Vorschlag 6: Klubs vom Cup sperren

Beni Fankhauser: Als Fussballfan kann ich dazu nur eines sagen: Aufhören! Solche Klubs mit solchen «Fans» sollten im nächsten Jahr für den Cup gesperrt werden – und wieder und wieder und wieder! Bis sie es gelernt haben! Und in der Meisterschaft: Pro Vandalenzug resp. Scharmützel zwei oder drei Geisterspiele! Ist mir ein Rätsel, wieso der Verband nicht noch härter durchgreift.

Wie lautet Ihr Vorschlag? Schreiben Sie Ihre Ideen in die untenstehende Kommentarspalte.

Sendungsbeitrag zu diesem Artikel

  • Sachbeschädigungen rund um Cupfinal

    Aus Tagesschau vom 21.4.2014

    Vor und nach dem Cupfinal sind Fangruppierungen durch die Innenstadt von Bern gezogen und haben grossen Sachschaden verursacht. Die Höhe des Sachschadens ist noch nicht bekannt.