- Am Zürcher Sechseläuten ist der Kopf des Bööggs nach exakt 12 Minuten und 48 Sekunden explodiert.
- Das Zürcher Wetterorakel verspricht damit einen guten Sommer 2026.
- Ob es tatsächlich ein so guter Sommer wird, bleibt jedoch offen. Als Wetterfrosch ist der Böögg nicht immer sehr zuverlässig.
- Die Glut des Feuers nutzen Zürcherinnen und Zürcher danach traditionellerweise, um auf dem Sechseläutenplatz Würste zu braten.
Um Punkt 18 Uhr, beim sechsten Schlag der Glocken, entzündete der Bündner Regierungspräsident Martin Bühler den Holzstoss unter dem Böögg. Noch nicht ganz alle Zünfte waren da auf dem Sechseläutenplatz angekommen. Mit seinem bei SRF geäusserten Tipp von 18 Minuten lag Bühler leicht daneben.
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Bild 1 von 6. Der Kopf des Bööggs ist nach exakt 12 Minuten und 48 Sekunden explodiert. Bildquelle: KEYSTONE/Claudio Thoma.
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Bild 2 von 6. Das Zürcher Wetterorakel verspricht einen guten Sommer 2026. Bildquelle: Keystone.
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Bild 3 von 6. Zwei Bündner Steinböcke zieren die Fliege des diesjährigen Bööggs. Bildquelle: Keystone / Claudio Thoma.
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Bild 4 von 6. Der 100 Kilogramm schwere Böögg fuhr mit der Rhätischen Bahn durch Graubünden. Bildquelle: Keystone / Gian Ehrenzeller.
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Bild 5 von 6. Im Jahr 2025 explodierte der Böögg nach 26 Minuten und 30 Sekunden und prognostizierte so einen mittelmässigen Sommer. Bildquelle: Keystone / Til Bürgy.
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Bild 6 von 6. Nachdem der Böögg explodiert ist, werden auf dessen Glut Würste gegrillt. Bildquelle: Keystone / Til Bürgy.
Während die Reitergruppen der Zünfte zum «Sechseläutenmarsch» den Böögg umrundeten, schien die Sonne, der Wind ging nur leicht. Nach 10 Minuten explodierten die erste Böller, die Flammen schlängelten sich zum Böögg hoch. Während der Holzstoss noch länger brannte, ging die Winterfigur schnell in Flammen auf.
Am Nachmittag hatte der traditionelle Umzug durch Zürich stattgefunden. Tausende säumten die Strassen am Zürcher Frühlingsfest. Unter den 120 Ehrengästen liefen in diesem Jahr neben Bundesrätin Elisabeth Baume-Schneider auch Sängerin Beatrice Egli, die Eishockeylegenden Mark Streit und Andres Ambühl sowie der Churer Bischof Joseph Maria Bonnemain mit.
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Bild 1 von 9. Mitglieder der Zunft Wiedikon am Umzug. Bildquelle: KEYSTONE / Claudio Thoma.
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Bild 2 von 9. Die «Zoifter» rollen auf Hochrädern durch die Bahnhofstrasse. Bildquelle: KEYSTONE / Claudio Thoma.
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Bild 3 von 9. Der Stadtrat Michael Baumer läuft als Ehrengast am Umzug mit. Bildquelle: KEYSTONE / Claudio Thoma.
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Bild 4 von 9. Auch Marc Berthod, Ex-Skirennfahrer, Co-Kommentator bei SRF und Leiter Sport am Sportgymnasium Davos, ist dabei. Bildquelle: KEYSTONE / Claudio Thoma.
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Bild 5 von 9. Der Gastkanton Graubünden nimmt am diesjährigen Sechseläuten teil. Bildquelle: KEYSTONE / Claudio Thoma.
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Bild 6 von 9. Die Zunft zur Waag trudelt bereits auf dem Sechseläutenplatz ein. Bildquelle: SRF / Can Külahcigil.
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Bild 7 von 9. SRF-Moderator Nik Hartman ist Ehrengast bei der Zunft zu Wiedikon. Bildquelle: SRF / Can Külahcigil.
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Bild 8 von 9. 30 Musikkorps nehmen am Umzug teil. Bildquelle: SRF / Can Külahcigil.
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Bild 9 von 9. Der 100 Kilogramm schwere und 3.4 Meter grosse Böögg steht auf einem 10 Meter hohen Scheiterhaufen. Bildquelle: SRF / Can Külahcigil.
Vom Bundesrat war ausser Baume-Schneider niemand vertreten. 2025 waren noch vier Bundesräte dabei. Der Präsident des HC Davos, Gaudenz Domenig, gönnte sich den Ausflug nach Zürich, bevor sein Verein am Abend das zweite Finalspiel gegen Fribourg-Gottéron bestreitet. Auch Armeechef Benedikt Roos nahm den Marsch zum Sechseläutenplatz auf sich.
Gastkanton Graubünden
Besonders viele Ehrengäste kamen aus dem Gastkanton Graubünden, unter anderem war der gesamte Regierungsrat vertreten. Auch Ständeratspräsident Stefan Engler, Schauspielerin Tonia Maria Zindel, Ex-Mister-Schweiz Renzo Blumenthal und Ex-Langläufer Dario Cologna waren dabei. Während Schwingerkönig Armon Orlik bei den Bündnern mitlief, war sein Bruder Curdin, dreifacher Eidgenosse, Ehrengast bei der Zunft zum Weggen.
Auf dem Lindenhof gibt es ein kleines Festzentrum. Hier probiert man Bündner Spezialitäten, entdeckt traditionelles Handwerk und bewegt sich durch die Vielfalt der Täler. Rund eine halbe Million Franken investiert der Bergkanton in den Auftritt, wie OK-Chef Marcus Hassler sagte.
Hochräder und Roboter
Eine Premiere gab es dank der Bündner zu bestaunen: Ein humanoider Roboter lief am Umzug mit. Er machte auf den «Tech Summit» in Davos im Sommer aufmerksam und konnte mit den menschlichen Teilnehmerinnen und Teilnehmern mithalten. Einige Mitglieder der Stadtzunft waren auf Hochrädern unterwegs, einem nicht ungefährlichen Fortbewegungsmittel zwischen den Tramschienen. Bei den Reitern sah das doch etwas sicherer aus.
Tradition und Moderne aus Graubünden
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Bild 1 von 2. Ein Roboter läuft am traditionellen Umzug der Zünfte mit. Bildquelle: KEYSTONE / Andreas Becker.
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Bild 2 von 2. Der Gastkanton präsentiert sich mit dem Walser Heuvolk am Umzug. Bildquelle: KEYSTONE / Claudio Thoma.
Am Sonntagnachmittag fand bereits der Kinderumzug statt. Etwa 3000 Kinder liefen mit, 211 aus Graubünden. Sie waren als Heidi, Geissenpeter oder Schellenursli verkleidet. Für die Zuschauerinnen und Zuschauer gabs Nussstängeli und Nusstörtli.
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Bild 1 von 4. Etwa 3000 Kinder zwischen 5 und 15 Jahren nahmen am Kinderumzug teil. Bildquelle: Keystone / Urs Flüeler.
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Bild 2 von 4. Die Route des Kinderumzugs führte vom Bellevue via Quaibrücke, Limmatquai, Rudolf-Brun-Brücke und Bahnhofstrasse zum Münsterhof. Bildquelle: Keystone / Urs Flüeler.
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Bild 3 von 4. Wer beim Umzug mitlaufen will, muss eine Tracht oder ein historisches Kostüm tragen. Bildquelle: Keystone / Urs Flüeler.
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Bild 4 von 4. Die Kinder werden von 800 Musikantinnen und Musikanten von Jugendmusikgruppen aus der Region Zürich begleitet. Bildquelle: Keystone / Urs Flüeler.