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Session «Der Nationalrat will nur einen halben Atomausstieg»

Der Nationalrat hat entschieden wie es mit den Schweizer Atomkraftwerken weitergehen soll. Mit dem Beschluss kann sich weder die Atomlobby, noch deren Gegner anfreunden.

Legende: Video Reaktionen zur Atom-Politik des Nationalrats abspielen. Laufzeit 0:37 Minuten.
Aus Tagesschau vom 08.12.2014.

Der Entscheid des Nationalrats zum Atomausstieg ist ein klassischer Kompromiss. Einerseits sollen keine neuen AKW mehr gebaut werden, andererseits gibt es zumindest für die neueren Anlagen keine fixen Abschaltdaten. Weder die Atomlobby, noch deren Gegner sind glücklich über den Beschluss.

  • Catherine Mettler, Sprecherin Axpo: «Wir nehmen den Entscheid zur Kenntnis. Für die Betreiber stellt diese Entscheidung schwierige Herausforderungen dar, denn für die Sicherheit ist es nicht die beste Lösung. Wir haben das geltende Kernenergie-Gesetz, das uns verpflichtet permanent in die Sicherheit der Anlagen zu investieren. Das ist der beste Garant für die Sicherheit. Wir hoffen nun, dass nach dem Entscheid des Nationalrats der Ständerat die Vorlage genau anschaut und den Entscheid korrigiert.»
  • Jürg Buri, Geschäftsleiter Schweizerische Energie-Stiftung: «Wir können mit dem Entscheid nicht zufrieden sein. Was der Nationalrat heute beschlossen hat, ist nur ein halber Atomausstieg. Die nuklearen Risiken in diesem Land werden mit diesem Entscheid zunehmen.»

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4 Kommentare

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  • Kommentar von Hagou Hans, Bienne
    Unsere Sachwerte müssen bei einem Gau nicht einmal versichert sein, da werden die meisten Eigenheimbesitzer nach einem Gau bankrott sein und mittellos flüchten! Danke an unseren strahlende AKW Filzpolitiker. WO & WAS ist Verantwortung? DEMOKRATIE: DAS VOLK ZAHLT!
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  • Kommentar von Samuel Moser, 3714 Frutigen
    Halbwertszeit Shock Fukushima ca. 3 Jahre, heisst die Hälfte der NR spekuliert bereits wieder wie in alten Zeiten, dass ein Nuklearunfall in der Schweiz undenkbar ist. Und dies nur, um ein paar alte Meiler noch einige Jahre länger amortisieren zu können. Und dies ohne erhöhte Sicherheit. Und dies mit einer Überprüfung alle 10 Jahre bis in alle Ewigkeit.... unglaublich!
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    1. Antwort von E. Waeden, Kt. Zürich
      Der Schock Fukushima war wohl für viele unserer Politiker & die Energie-Lobby wenig nachhaltig & vor allem zu wenig nahe. Da muss ich jetzt mal einem Strom-Riesen in D ein Kränzlein winden, welcher es schafft vollkommen auf erneuerbare Energien um zu stellen. Betreffend Atom-Ausstieg sollte jetzt das Volk entscheiden. Viele unserer Politiker sind diesbezüglich wie es ausschaut nicht fähig, die richtigen Entscheidungen zu treffen.
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    2. Antwort von Ramon Gfeller, Bern
      @E. Waeden: Meinen sie EON? Die lagern die nicht erneuerbaren einfach in eine andere Firma aus, weil sie mit den subventionierten erneuerbaren mehr Geld verdienen. Notfalls können dann die nicht erneuerbaren auch fallen gelassen werden, wenns gar nicht mehr rentiert. Am Ende werden die nicht erneuerbaren auch subventioniert werden müssen, weil deren Bandenergie noch lange unverzichtbar bleiben wird.
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