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Schweizerpsalm.
Legende: Die Nationalhymne von 1981 wird sehr geschätzt und auch regelmässig gesungen. Was will man mehr? Keystone/Archiv
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Keine Angst um Schweizerpsalm Die Landeshymne braucht keinen Schutz

Ein Gesetz zum Schutz des Schweizerpsalms ist laut dem Nationalrat total unnötig. Das macht Yvette Estermann «traurig».

Das Wichtigste in Kürze:

Mit ihrer Motion wollte Yvette Estermann (SVP/LU) die Landeshymne von 1981, den Schweizerpsalm, als Staatssymbol einstufen und in der jetzigen Form gesetzlich schützen. Die Hymne sei sehr beliebt, und einige Änderungsversuche seien gescheitert, begründet die Politikerin. Der Bundesrat müsse deshalb jetzt handeln und sicherstellen, dass das wichtige Symbol nicht nach Belieben wieder geändert werden kann.

Der Entscheid des Nationalrats: Der Nationalrat lehnte die Motion mit 107 gegen 80 Stimmen bei vier Enthaltungen ab und folgte damit dem Bundesrat.

Motionärin Yvette Estermann: Gerade weil die Hymne so beliebt sei, müsse sie gewürdigt und als beständiger Identitätsfaktor geschützt werden, stellte Estermann fest. Immer wieder aber gebe es Stimmen, welche den Schweizerpsalm nicht mehr als zeitgemäss erachteten.

Yvette Estermann.
Legende: Yvette Estermann (SVP/LU) möchte gesetzlich verhindern, dass am Schweizerpsalm herumgekrittelt wird. Keystone/Archiv

Eine Annahme der Motion habe zudem den schönen Nebeneffekt, dass die Schweizerische Gemeinnützige Gesellschaft (SGG) ihr Geld sinnvoller einsetzen könne als für eine «unwürdige Hetze gegen den Schweizerpsalm». Die unsinnigen und zum Teil unwürdigen Diskussionen müssten ein für allemal beendet werden. «Ich bin traurig», erklärte sie zur ablehnenden Haltung des Bundesrats.

Frankreich hat seit über 200 Jahren die Marseillaise, und niemandem käme es in den Sinn, sie zu ändern.
Autor: Yvette EstermannNationalrätin (SVP/LU)

Bundesrat Alain Berset: Innenminister Alain Berset machte deutlich, dass es keinerlei Absichten gebe, die aktuelle Hymne zu ersetzen. Falls dereinst eine Diskussion darüber stattfinden sollte, werde der Bundesrat die Sache auf jeden Fall dem Parlament vorlegen. «Der Bundesrat wird also sicher nicht von sich aus entscheiden, was Sie offensichtlich zu befürchten scheinen», sagte er an die Adresse der Motionärin.

Es wäre geradezu ein Zeichen der Schwäche, diese Hymne schützen zu müssen.
Autor: Alain BersetInnenminister

Auf die Nachfrage Estermanns, ob das Parlament nicht die Aufgabe habe, die unsinnigen Diskussionen über eine Änderung von Text und Melodie der Nationalhymne zu beenden, wurde Berset noch deutlicher: «Am besten stoppt man diese Diskussion, indem man sie nicht systematisch zu einer vordringlichen politischen Angelegenheit macht und mit Bedrohungsszenarien und Schutzforderungen das Parlament beschäftigt.»

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14 Kommentare

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  • Kommentar von marlene Zelger  (Marlene Zelger)
    Die Schweiz sollte sich gescheiter mit der wortgetreuen Umsetzung der MEI beschäftigen, als an der Nationalhymne herumzudoktern.
  • Kommentar von marlene Zelger  (Marlene Zelger)
    Mehr solche Estermanns bräuchte unser Land.
  • Kommentar von marlene Zelger  (Marlene Zelger)
    Der sozialistische schweizerische(?) Bundesrat Berset sollte sich schämen von seiner aus der Slowakei stammende Migrantin, welche ihre Liebe zu ihrer neuen Heimat gefunden hat und unsere Schweizer Werte zu würdigen weiss, mehr als mancher Politiker im Bundeshaus. Tja, man will die Hymne "als Zeichen der Schwäche" nicht schützen, damit man sich hindernislos stark machen kann für einen neuen gottlosen Text.
    1. Antwort von Kurt Meier  (Kurt3)
      Frau Zelger , was soll das Fragezeichen nach " schweizerisch" ? Etwa weil Bundesrat Berset ein Romand ist ? Aha , stimmt ! Der König aus Herrliberg hat ja mal gesagt , die Romands seien keine richtigen Schweizer .