Zum Inhalt springen

Header

Inhalt

Session Ein letztes «Hände hoch» im Ständerat

Historischer Moment in der Kleinen Kammer: Zum letzten Mal stimmten die Ständeräte am Freitagmorgen bei den Schlussabstimmungen per Handheben ab. Bei der nächsten Session im März kommt erstmals die neue elektronische Abstimmungsanlage zum Einsatz.

Audio
«Hände hoch!» - das Ende einer Ära im Ständerat
aus Rendez-vous vom 13.12.2013.
abspielen. Laufzeit 3 Minuten 46 Sekunden.

Zum letzten Mal wird im Ständerat ein Ritual vollzogen: Die Stimmenzähler zählten bei den Schlussabstimmungen aus, wie viele Ratsmitglieder dafür und wie viele gegen ein Sachgeschäft sind. In Zukunft geschieht die Auszählung automatisch, nachdem die Ratsmitglieder per Knopfdruck abgestimmt haben.

Das traditionelle Abstimmungsprozedere geriet in Verruf nach verschiedenen umstrittenen Abstimmungszählungen. So zum Beispiel am 8. März 2012: Bei der Abstimmung um eine Motion über Entwicklungshilfe lag der Wurm drin. Zwei Ständeräte hatten irrtümlicherweise für eine Motion gestimmt, der sie gar nicht zustimmen wollten. Dazu wurden mehr Stimmen gezählt, als im Saal Ständeräte anwesend waren. Die Abstimmung musste wiederholt werden. Danach folgten weitere Pannen.

Video
Pleiten, Pech und Ständeratsabstimmungen
Aus News-Clip vom 08.03.2012.
abspielen. Laufzeit 58 Sekunden.

Emotionale Diskussionen

Im März 2013 hatte der Ständerat den Systemwechsel beschlossen, nachdem mehrere Anläufe in den Jahren zuvor gescheitert waren. Dem Entscheid gingen emotionale Diskussionen voraus. Viele befürchteten, die Offenlegung des Stimmverhaltens könnte den Druck auf die Ständeräte aus Partei- und Verbandszentralen erhöhen.

Es werden allerdings längst nicht alle Abstimmungen publik. Nur bei Gesamt- und Schlussabstimmungen wird standardmässig publiziert, wer wie gestimmt hat. Zum traditionellen Handheben wird es in Zukunft nur noch kommen, wenn die Anlage einmal nicht funktionieren sollte.

Jederzeit top informiert!
Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden.
Schliessen

Jederzeit top informiert!

Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden. Mehr

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren. Weniger

Sie haben diesen Hinweis zur Aktivierung von Browser-Push-Mitteilungen bereits mehrfach ausgeblendet. Wollen Sie diesen Hinweis permanent ausblenden oder in einigen Wochen nochmals daran erinnert werden?

Meistgelesene Artikel

Nach links scrollen Nach rechts scrollen

10 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Aktuell sind keine Kommentare unter diesem Artikel mehr möglich.

  • Kommentar von Mike Lang , Rapperswil
    +++ Auswertung schneller, Zeitersparnis pro Abstimmung 60 Personen x 5 min etwa 5 Arbeitstunden pro Abstimmung ++ keine Zählfehler mehr möglich + zeitgemäss - Anschaffungskosten -- alt und bewährtes wird abgeschafft - es kann Knopf beim Nachbar gedrückt werden
  • Kommentar von A. Moser , Interlaken
    Super - nun kann auf elektronischem Wege noch viel unauffälliger Beschissen werden! :-)
    1. Antwort von Albert Planta , Chur
      Der Blocher ist nicht im Ständerat.
  • Kommentar von Max Hug , Luzern
    Nun kann ein Ratsmitglied per Knopfdruck auch noch gleich für den abwesenden Nachbarn abstimmen, wie es der Blocher mal im Nationalrat getan hat.