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Schweiz Sommaruga spricht an Marignano-Feier

Am 500-Jahr-Jubiläum der Schlacht bei Marignano im September wird Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga im September eine Rede halten. Unterstützt wird der Anlass auch vom VBS. Derweil streiten sich Parteien und Historiker um die geschichtliche Bedeutung der Schlacht von 1515.

Zum 500-Jahr-Jubiläum der «Battaglia dei Giganti», wie die historische Konfrontation der Eidgenossen mit den Franzosen in der Lombardei genannt wird, plant die Stiftung «Pro Marignano» eine Feier auf dem Schlachtfeld.

Bisher war lediglich bekannt, dass das VBS von Bundesrat Ueli Maurer die Gedenkfeier mit 50'000 Franken unterstützt. Die Teilnahme der Bundespräsidentin gibt nun der Veranstaltung ein anderes Gewicht. Sommarugas Sprecher bestätigte ihren Auftritt gegenüber der «Rundschau».

Video
Mythos Marignano
Aus Rundschau vom 01.04.2015.
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«Geburtsstunde der Neutralität»

Das Marignano-Jubiläum löst derzeit diverse politische Scharmützel zwischen den Parteien aus. Das Thema dürfte im eidgenössischen Wahlkampf im Herbst eine Rolle spielen.

Der frühere Bundesrat Christoph Blocher wirft der «offiziellen Schweiz» vor, Marignano gar nicht feiern zu wollen, weil sie die «Neutralität nicht gerne habe». Für das konservative Lager gilt die blutige Niederlage der Eidgenossen von 1515 als Geburtsstunde der Neutralität.

«Sommaruga-Auftritt als Erweiterung des Horizonts»

Linke Politiker halten diese Interpretation für einen «falschen Mythos». Sie werden von verschiedenen Historikern unterstützt.

Einige SP-Parlamentarier plädieren dafür, Marignano-Feiern zu ignorieren und stattdessen 1945 zu würdigen, das Jahr, in dem auch die Schweiz von den Schrecken des Zweiten Weltkrieges befreit wurde.

Doch es gibt auch Stimmen in der Partei, die das 1515-Jubiläum nicht kampflos der SVP überlassen wollen. SP-Ständerat Hans Stöckli begrüsst den angekündigten Auftritt von Sommaruga. Sie könne am Marignano-Jubiläum den Horizont erweitern.

Korrekt

In einer früheren Version haben wir geschrieben: «Die SP-Bundesrätin Sommaruga
will Marignano nicht kampflos den politischen Gegnern überlassen. Die
Bundespräsidentin wird deshalb an der Feier im September eine Rede halten. Das
bestätigte ihr Sprecher der «Rundschau» des SRF.» Dies war irreführend – wir
entschuldigen uns dafür. Die Redaktion.
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73 Kommentare

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  • Kommentar von Redaktion SRF News (SRF)
    Sehr geehrte Leserinnen und Leser, leider erreichen uns fast nur mehr persönliche gegenseitige Beleidigungen und Angriffe unter der Gürtellinie zu diesem Thema, die gegen die Regeln unserer Netiquette (www.srf.ch/netiquette) verstossen. Deswegen sehen wir uns leider gezwungen, die Kommentarspalte zu diesem Thema zu schliessen. Die SRF-News-Redaktion
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  • Kommentar von Doris Häubi , Aarau
    jaaa böse SVP. Will sie einfach diesen Anlass nutzen die Werte der Schweiz aufzuzeigen und könnte davon für die Wahlen profitieren. Da springt Frau Bundespräsidentin der SP Heldenhaft hervor und kämpft gegen diese bösen politisch Andersdenkenden. Weil in diesem Land darf man nämlich nicht Andersdenken als Linken genehm ist. Und natürlich nutzt diese SP-Heldin die Plattform natürlich nicht für den Wahlkampf. Es geht doch nur darum nicht Kampflos das Feld zu überlassen...Ach ihr Propaganda-Medien
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  • Kommentar von marco berger , nidau
    Die SVP hofft doch einzig das an dieser Veranstaltung irgendwelche Chaoten(und seien es grad eigene,bezahlte) randalieren und stören,damit siedas noch für die Wahlen ausnützen können! Wie vor einigen Jahren mit Ihrem lächerlichen Spaziergang nach Bern.
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    1. Antwort von Doris Häubi , Aarau
      Böse SVP, jawohl sehr böse. Erlaubt die SVP das Versammlungsfreiheitsrecht auch zu nutzen. Und es waren nicht "irgendwelche Chaoten" es waren Linksextreme Chaoten..Auch wenn für Linke es natürlich keine Linksextremen gibt und sie scheuen es dann auch das Wort Linksextrem in den Mund zu nehmen wie der Teufel sich beim Weihwasser fürchtet..Gell
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