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Schweiz Sparwut: Würgen Kantone den Wohlstand ab?

Der Schweizerische Gewerkschaftsbund schlägt Alarm: Die Sparprogramme der Kantone würden den Wohlstand im Land gefährden. Viele Sparpakete würden sich im Nachhinein als unnötig erweisen. Die kantonalen Finanzdirektoren lassen die Kritik nicht gelten.

Eine Hand hebt Tausendernoten-Bündel ab einer Beige.
Legende: Wie sollen die Kantone drohende Defizite abwenden? Sparen oder Steuern erhöhen? Keystone

Die Kantone gefährden mit ihren Sparpaketen den Wohlstand in der Schweiz. So die Kritik des Schweizerischen Gewerkschaftsbunds (SGB). «Die Kantonsregierungen machen düstere Zukunftsszenarien – danach verordnen sie Sparpakete», sagt SGB-Chefökonom Daniel Lampard gegenüber SRF.

Dabei sei die Situation im Nachhinein betrachtet immer besser als prognostiziert. «Die Sparpakete wären gar nicht nötig gewesen», so Lampard.

Der SGB fordert die Kantone auf, ihre Finanz- und Steuerpolitik zu korrigieren. Denn: Die Finanzen seien vor allem da in Schieflage, wo Steuern zu stark gesenkt wurden, sagt der SGB-Ökonom. Also: Steuern erhöhen, statt sparen.

SGB-Studie sieht kaum Defizitprobleme

Seine Kritik untermauert der Gewerkschaftsbund mit einer eigenen Studie. Dieser zufolge sind die kantonalen Finanzen im Gleichgewicht – klammert man konjunkturell bedingte, vorübergehende Einnahmeausfälle aus. Die Budgets dürfen darum nicht mehr als Grundlage für Sparprogramme herhalten, fordert der SGB.

Für Peter Hegglin, Präsident der kantonalen Finanzdirektorenkonferenz, greift die Kritik zu kurz. «Es gehört zu jedem Unternehmen, zu jedem Haushalt, dass man nicht nur die Einnahmen- sondern auch die Ausgabenseite betrachtet. Da gehören natürlich Aufgabenüberprüfungen und Sparpakete dazu.»

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28 Kommentare

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  • Kommentar von Bruno Huwiler, Zürich
    Der Kanton soll/muss sparen , so bleibt die Kaufkraft des Bürgers erhalten und die Wirtschaft brummt ! Es ist sträflich immer mehr auszugeben und dazu einfach die Steuern erhöhen … die sind jetzt schon irre hoch !
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  • Kommentar von Marie-Luise Reck, Turbenthal
    Es wäre angebracht das die Staatsangestellten einfach mal 5 Jahre eine 0 Runde fahren bei Lohnerhöhung und Teuerungsausgleich vor allem die im Bundeshaus den die reissen wirklich ein Loch mit ihre Fehlpolitik und Misswirtschaft und dann noch die Ausgaben fürs Asylwesen und Entwicklungshilfe reduzieren, ach ja da werden teilweise Kunstprojekte Staatlich gefördert die jedem normalen Verstand entbehren das wären auch Gelder die man einsparen könnte wen man den wollte.
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  • Kommentar von Tom Duran, Basel
    Die grössten Abzocker und Geldvernichter sind die Poltiker! Einerseits schreien die ständig, sie hätten zuwenig Geld. Andererseits verprassen die Millionen in verpfuschte Projekte. Paradebeispiel Strassenbau: zuerst wir ein Kreisel viel zu klein und eng (den Ökos sei Dank) gebaut um dann ein paar Jahre später zu erkennen: he, der ist wirklich zu eng! Ein weiterer Umbau plus ein neues Rostdenkmal folgt! Autobahnbaustellen: Dauer jahrelang, schlimmer als im Ausland! Der dumme Bürger zahlts ja!
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