Spezialspitäler erhalten nächstes Jahr mehr Geld

Der Bundesrat hat für die Berechnung von Fallpauschalen in Spitälern eine neue Tarifstruktur bewilligt. Sie tritt Anfang 2016 in Kraft. Die Zuteilung der Gelder bleibt aber schwierig.

Ein Mann in OP-Klamotten geht einen Spitalgang entlang, links und rechts Bahren. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Die neue Tarifstruktur für Fallpauschalen enthält höhere Entschädigungen für Spitäler mit Spezialleistungen. Keystone

Ab 2016 erhalten Spitäler, die bestimmte spezielle und kostenintensive Leistungen erbringen, höhere Zusatzentgelte.

Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) begründet dies in einer Mitteilung mit einem Bluter mit Blinddarmentzündung: Ein solcher Patient benötige teurere Medikamente, und zwar unabhängig von der Operation.

Welche Klinik erhält wie viel?

Der Bundesrat hält die neue Tarifstruktur allerdings immer noch für zu wenig differenziert. Solange sich die Tarifpartner nicht auf einen einheitlichen Basispreis einigen können, empfiehlt er deshalb, sie anhand der Spitalklassifikation des BAG möglichst differenziert anzuwenden.

Diese erlaubt es, Spitäler in Gruppen mit ähnlicher Struktur einzuteilen und zu vergleichen. Ein Kriterium dabei ist der Schweregrad der behandelten Fälle.

Der Bundesrat hat gleichzeitig zwei Tarifverträge für Vergütungen bei Organ- und Stammzellentransplantationen genehmigt. So sollen künftig mehr potentielle Spender gefunden werden.