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Schweiz Ständerats-Kommission will Hochspannungsnetz rasch ausbauen

Das Hochspannungsnetz in der Schweiz soll zügig erweitert werden. Dies verlangt die Energiekommission des Ständerates (UREK). Sie möchte, dass zu diesem Zweck die Verfahren für unterirdische Hochspannungsleitungen beschleunigt werden.

Hochspannungsleitungen im Sonnenuntergang.
Legende: Ja zu einem besseren Leitungsnetz sagt die Ständerats-Kommission. Sie will die Leitungen aber unter die Erde verlegen. keystone

Die Kommission empfiehlt ihrem Rat mit 9 zu 2 Stimmen bei einer Enthaltung, eine entsprechende Motion von Jean-René Fournier (CVP/VS) anzunehmen, wie die Parlamentsdienste mitteilten.

Zur Deckung der Mehrkosten, die bei einer Erdverlegung anfallen, soll die nationale Netzgesellschaft nach dem Willen Fourniers einen Zuschlag auf den Übertragungskosten erheben.

Der Walliser CVP-Nationalrat begründet seinen Vorstoss damit, dass das Hochspannungsnetz mit Blick auf die Energiewende rasch ausgebaut und den neuen Gegebenheiten angepasst werden müsse. Gleichzeitig sei den Bedürfnissen der betroffenen Bevölkerung Rechnung zu tragen.

Der Bundesrat empfiehlt den Räten, die Motion abzulehnen. Das Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) erarbeite derzeit eine Stromnetz-Strategie, schrieb er in seiner Antwort auf den Vorstoss. Diese solle klare Rahmenbedingungen für den Aus- und Umbau der Stromnetze schaffen.

Das UVEK werde im Frühjahr die bereinigte Vorlage präsentieren. Eine vorgezogene Prüfung einzelner Aspekte wäre nicht sachdienlich, findet der Bundesrat. Ausserdem erscheine die einseitige Privilegierung einer einzelnen Technologie aus heutiger Sicht nicht sachgerecht.

Video
Kontroverse um Stromlücke
Aus Tagesschau vom 20.05.2010.
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3 Kommentare

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  • Kommentar von Benedikt Jorns , 3047 Bremgarten b. Bern
    Nur wenn wir möglichst rasch einen Konsens zum Netzausbau finden, einen akzeptierbaren Fahrplan für die Ersetzung von alten Elektroheizungen erstellen, neue Lösungen realisieren, um Sommerstrom fürs kritische Winterhalbjahr speichern zu können und ein neues Kernkraftwerk mit neuster Sicherheitstechnologie realisieren, werden wir sog. "Übergangslösungen" mit Gaskombikraftwerken oder den Import von Strom aus fossilen Kraftwerken vermeiden können.
  • Kommentar von C.E.C.Yeager , Schweiz
    Huiiii!

    Da freut sich mein Tech-Herz. Bei all den neuen Energiene, die eigentlich allesammt ein aufgemotzer alter hut sind, gibt es zwei dinge die total vergessen gehen, und dass obwohl sie die Grundlage für eine erfolgreiche Energiewende darstelllen.
    Von was ich schreibe ist ein super-smartes Kraftwerksmanagement, und ein möglichst intelligentes Stromnetz (IEEE Smart Grid & OSGP?).
    Das die Leitungen, wie einst beim Telefon, in den Boden kommen, ist zumindest otisch eine gute sache.
  • Kommentar von M. Roe , Gwatt
    Hier müssen wir auf den Bundesrat warten - denn ich glaube, dass Swissgrid gerne eine Überkapazität aufstellen möchte. Es soll ja aber auch viel Strom dezentral erzeugt werden, da braucht es weniger von diesen riesigen Netzkabel. Es soll mit der erneuerbaren Energie nicht wieder so grosse "Monopole" geben wie die AKWs es waren. Wir sollten auch hier keine "too big to fail" Unternehmen mehr haben.