Zum Inhalt springen

Header

Plakate mit der Aufschrift «Fertig Puff!»
Legende: Weniger Gewalt unter Jugendlichen war auch das Ziel dieser Kampagne in der Stadt Zürich. Keystone
Inhalt

Schweiz Statistik zeigt: Weniger Gewalt dank Integration

Junge Männer verüben weniger Gewaltdelikte als vor fünf Jahren. Das zeigt eine neue Statistik der Suva. Die sinkende Jugendgewalt ist wesentlich auf die Integration von Jugendlichen aus dem ehemaligen Jugoslawien zurückzuführen.

Bei jungen Männern ist die Zahl der Gewaltdelikte innerhalb von fünf Jahren um 40 Prozent zurückgegangen. Die Unfallversicherung Suva hat diese Woche entsprechende Zahlen veröffentlicht. In den Jahren davor hatte die Gewalt zugenommen, und zwar in einem vergleichbaren Massstab. Für Suva-Statistiker Alois Fässler ist klar: Verantwortlich für diese Jugendgewalt waren zu einem wichtigen Teil Jugendliche aus dem ehemaligen Jugoslawien. «Traumatisierte Jugendliche wanderten ein, die eindeutig höhere Kriminalitäts- respektive Gewaltraten aufwiesen.»

Integrationsfachmann Thomas Kessler aus Basel stützt diese Einschätzung. Unterdessen habe sich aber vieles verändert. «Diese jungen Männer sind heute erwachsen und haben zum Teil eigene Familien gegründet.» Die Integration funktioniere.

Karriere statt Gewalt

Die Secondos, deren Eltern Anfang der 1990er-Jahre aus Ex-Jugoslawien in die Schweiz kamen, sind nicht nur aus der Statistik verschwunden, weil sie älter geworden sind, sondern vor allem auch, weil sie immer besser integriert sind. Sie haben eine Lehre gemacht, viele auch Karriere. «Man sieht die Fortschritte auch bei den Menschen aus Ex-Jugoslawien deutlich», sagt Kessler. Das bedeute, dass die Erwerbsquote steige und die Gymnasialquote langsam zunehme, während die Arbeitslosenquote sinke.

Statistiker und Experten können also gute Nachrichten vermelden, zumal die Gewalt bei Männern im Alter zwischen 15 und 24 Jahren nicht nur bei den Secondos aus Ex-Jugoslawien, sondern auch bei anderen Bevölkerungsgruppen abnimmt. Zwar gibt es heute insgesamt immer noch mehr Gewalt als vor 20 Jahren, aber der Trend weist in eine erfreuliche Richtung.

Jederzeit top informiert!
Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden.
Schliessen

Jederzeit top informiert!

Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden. Mehr

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren. Weniger

Push-Mitteilungen aktivieren

Sie haben diesen Hinweis zur Aktivierung von Browser-Push-Mitteilungen bereits mehrfach ausgeblendet. Wollen Sie diesen Hinweis permanent ausblenden oder in einigen Wochen nochmals daran erinnert werden?

Meistgelesene Artikel

Nach links scrollen Nach rechts scrollen

23 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Kerzenmacher Boris  (zombie1969)
    "Die sinkende Jugendgewalt ist wesentlich auf die Integration von Jugendlichen aus dem ehemaligen Jugoslawien zurückzuführen" Es handelt sich hier um zusätzliche Kriminalität die ohne Einreise nicht statt gefunden hätte. Daher ist es letztlich vollkommen egal und irreführend ob die neuen Migranten mehr oder weniger kriminell sind als bisherige Einwohner.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Edi Steinlin  (stoni)
      Was hätte das für eine Aufregung vor 15 - 20 Jahren gegeben, wenn ich diese Aussage öffentlich gemacht hätte. Es hätte Strafanzeigen wegen Rassismus von SP und den Grünen gehagelt, im nachhinein kann man's zugeben.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von m. fischbacher  (mifi)
    Und Mitte der 90er hieß es, es seien nicht die Jungen aus dem Balkan die eine höhere Kriminalitätsrate zu verantworten hätten...
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Margot Helmers  (Margot Helmers)
    Beim Balkan hat es über 20 Jahre gedauert, Probleme wurden als nicht bewiesen oder rassistisch abgetan. Jetzt kommen Menschen aus archaischen Strukturen und meist völlig ungebildet. Da kann man abschätzen, was das für die nächsten Jahrzehnte bedeutet. Im SRF war die Sendung Basler Zeitung Standpunkte, online: "Flüchtlingskrise: Macht es die Schweiz besser als Europa?" Es war eine sehr interessante Diskussion und hat zugleich die Problematik der CH Politik aufgezeigt.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen