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AIA: Deutlicher Anstieg der Selbstanzeigen
Aus Tagesschau vom 20.05.2017.
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Schwarzgeld im Ausland Steuersünder greifen zur Selbstanzeige

Bald kommt der Automatische Informationsaustausch mit der EU: Viele «kleine Fische» wollen vorher reinen Tisch machen, bestätigen die Kantone.

Das Schweizer Bankgeheimnis gegenüber dem Ausland ist Geschichte. Umgekehrt gilt ab nächstem Jahr der AIA, der Automatische Informationaustausch. Das heisst: EU-Länder liefern der Schweiz automatisch Informationen über Bankkonten von Kunden, die in der Schweiz steuerpflichtig sind.

Der kommende AIA treibt offenbar viele Steuersünder dazu, nicht deklarierte Konten noch zu melden, um so juristische Konsequenzen abzuwenden. Auf Anfrage von SRF bestätigen viele Kantone, dass die Zahl der Selbstanzeigen bei Steuerdelikten im laufenden Jahr gestiegen ist.

Besonders viel Arbeit bescheren Selbstanzeigen den Steuerämtern in der Westschweiz.

  • Der Kanton Genf meldet rund 4000 eingegangene Selbstanzeigen.
  • Der Kanton Neuenburg halb so viele – rund 2000.
  • Der Kanton Zug bestätigt 109 Selbstanzeigen – fast so viele wie im ganzen letzten Jahr erledigt wurden.
  • Eine Zunahme gibt es auch im Kanton Graubünden: 112 Selbstanzeigen sind bis jetzt eingegangen, im ganzen letzten Jahr waren es 142.
  • Im Kanton Aargau hat sich die Zahl der Selbstanzeigen im ersten Quartal verdoppelt – verglichen mit dem Vorjahresquartal.
  • Der Kanton Bern publiziert noch keine genauen Zahlen, bestätigt aber eine deutliche Zunahme der Selbstanzeigen, ebenso der Kanton Zürich.

Vornehmlich «kleine Fische»

Einen Geldregen erwarten die Steuerämter aber nicht. Die meisten Fälle seien fiskalisch unattraktiv, also kleine Fische, teilen mehrere Kantone mit.

Bilanz ziehen kann man im Lauf des nächsten Jahres. Wenn der automatische Informationsaustausch läuft, können nicht deklarierten Konten im Ausland nicht mehr straffrei gemeldet werden.

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6 Kommentare

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  • Kommentar von Alex Bauert  (A. Bauert)
    Mehr SteuereintreiberInnen für die Mehrwertsteuer wollten Widmer-Schlumpf nicht, Maurer nicht und Parmelin will sie auch nicht. Sonst müssten die Gewerbetreibenden, sprich wichtige Zielgruppe der SVP plötzlich die Steuern zahlen, die ihre Kundschaft bereits bezahlt hat. Da käme mehr Geld zusammen!
  • Kommentar von W. Pip  (W. Pip)
    Cool. Der AIA wird dazu führen,d ass noch mehr schwergewichtige Millionäre und Firmenbosse und/oder Firmen in die Schweiz ziehen. Das hilft der zu hohen Zuwanderung nicht, aber immerhin lohnt sich das für uns. Ganz im Gegensatz zu den zugezogenen Pauschalbesteuerten, welche steuerlich/infrastrukturell für uns eine Belastung sind. Darf man das sagen? Ja! Man muss!
  • Kommentar von H. Bruppacher  (*)
    Zuerst muss man die Verschwendung von Steuergelder bekämpfen, dann steigt auch automatisch die Steuermoral.. Diese Gelder müssen bei der Bevölkerung ankommen und dürfen nicht im Beamtenapparat oder woanders sinnlos verdunsten.