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Schweiz Stiefkind-Adoption: Referendum gescheitert

Das Referendum gegen die Stiefkindadoption durch Homosexelle kommt wohl nicht zustande. Das bestätigt das EDU-nahe Referendumskomitee auf Anfrage von Schweizer Radio SRF. Das heisst, dass Homosexuelle die Kinder ihrer Partnerin oder ihres Partners in Zukunft adoptieren dürfen.

Eine Frau hat ein Kind im Arm.
Legende: Auch homosexuelle Paare dürften künftig ihre Stiefkinder adoptieren. Keystone

Am Donnerstag läuft die Referendumsfrist für das revidierte Adoptionsrecht ab. Doch von den notwendigen 50'000 Unterschriften sei man weit entfernt, erklärt Lisa Leisi vom Referendumskomitee: «Ehrlicherweise muss ich sagen, dass praktisch keine Hoffnung mehr besteht, dass das Referendum zustande kommt.»

Wie viele Unterschriften insgesamt zusammenkamen, behält das Komitee für sich. Aber – das Referendum sei gescheitert: «Ja, nach dem sieht es jetzt wirklich aus.» Und das heisst: Künftig dürfen alle das Kind der Partnerin/des Partners adoptieren, auch wenn es sich um homosexuelle Paare handelt.

Von Konservativen bekämpft

Konservative Politiker hatten das neue Adoptionsrecht bereits im Parlament bekämpft, allerdings unterstützte keine der grossen Parteien das Referendum. Das sei mit ein Grund für das Scheitern, ist Leisi vom überparteilichen Komitee rund um die EDU überzeugt.

Dazu komme die gesellschaftliche Entwicklung, so Leisi: «Die allgemeine Toleranz, die man hat. Man sieht zu sehr die Rechte von Menschen und vielleicht zu wenig den Schutz der Kinder.» Auf wann das neue Adoptionsrecht in Kraft tritt, wird der Bundesrat nach Ablauf der Referendumsfrist entscheiden.

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19 Kommentare

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  • Kommentar von Liana Zanin (lianawoman)
    Was genau hat die Zeugung (es braucht immer einen Mann und eine Frau, so hat es die Natur eingerichtet...) mit der Erziehung eines Kindes/Menschen zu tun?
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    1. Antwort von Olivier Wetli ("nicht von dieser Welt")
      Erziehung ist die einzig sinnvoll erkennbare Folgerung daraus, Frau Zanin. Wie die Natur eingerichtet ist lehrt uns sehr viel über den 'Schöpfer, also den 'Einrichter'. Auch auf die Gefahr hin, dass die Red. einen weiteren meiner Beiträge sang und klanglos löscht.
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  • Kommentar von Denise Casagrande (begulide)
    Religiöse Diskriminierung von Menschen! 2016 ein Armutszeugnis von angeblichen "Christen"! Einmal mehr zeigen religiöse Gemeinschaften, dass es bei ihrem "Glauben", um klare Diskriminierung von Menschen und nicht um das Wohl dieser geht! Genau aus diesem Grund, gibt es Dauerkrieg auf der Welt! Deshalb braucht die Menschheit keine befehlenden, machthungrigen Religionen, dafür echten "Verstand, echten Glauben und Herzensgüte"! Sehr wohl, muss es bei Adoptionen generell um das Wohl der Kinder gehen
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    1. Antwort von Olivier Wetli ("nicht von dieser Welt")
      Sehr geehrte Frau Casagrande. "Christ" als Bezeichnung für eine Menschengruppe anhandihres Verhaltens, findet man das erste mal in der Bibel beschrieben. Solche Menschen glauben an einen Schöpfergott und seinen Sohn als Erlöser. Das Christentum wie es sich heute nach aussen hin darstellt, hat sich davon leider sehr weit entfernt, nennt sich dennoch weiterhin so. Der einzige der wirklich diskriminiert wird, ist der Schöpfer selbst, der es gut meint mit Menschen und alles zum Guten gegeben hat.
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  • Kommentar von marlene Zelger (Marlene Zelger)
    Fortsetzung: Es gibt Ausnahmefälle, die zur Norm gehören. Wenn u. a. ein geschiedener Partner/Partnerin Kinder in die Ehe mitbringt, oder eine Frau ein uneheliches Kind in eine Ehe mitbringt und das Kind nun einen Vater hat. Aber immer soll das traditionelle Familienbild relevant sein: Vater, Mutter und Kind. Meine diesbezügliche Einstellung hat mit Hinterwäldlertum nichts zu tun, wohl aber mit der Achtung der Naturgesetze. Und diese sollen nicht durch "moderne" Formen konkurrenziert werden. .
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    1. Antwort von Willy Gruen (wgruen)
      Als Naturgesetz gilt auch, dass eine von zwei Ehen geschieden wird oder dass viele Kinder 'mono-parental' aufwachsen. Ebenso, dass manche Menschen nach einer Trennung einen neuen Partner finden, der ein anderes Geschlecht hat als der frühere Partner. Wandel gehört zum Leben und je früher Kinder lernen, damit umzugehen umso besser können sie es als Erwachsene.
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