Brände bei Avenches Strafuntersuchung wegen Brandstiftung

Beim Feuer in einem Reitstall vom Samstag in Avenches (VD) sind 23 Pferde gestorben. Die Polizei vermutet Brandstiftung.

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Strafuntersuchung nach Brand

2:34 min, aus Schweiz aktuell vom 17.7.2017
Karte mit der Angabe von sieben Bränden in der Region um Avenches. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: In der Region rund um Avenches VD kam es in einer einzigen Nacht zu sieben Bränden. SRF

Was ist passiert? In der Nacht auf Samstag hat es im Broyebezirk und in der Region Vully sieben Mal gebrannt. Das erste Feuer brach gegen 0.30 Uhr auf zwei Gerstenfeldern bei St. Aubin und Domdidier im Kanton Freiburg aus. Der grösste Brand ereignete sich in Avenches (VD) in den Pferdeställen des «Institut Equestre National d'Avenches» (IENA). In Villars-le-Grand (VD) brannte landwirtschaftliches Gerät, in Salavaux (VD) und Avenches Strohballen.

Welche Schäden sind zu beklagen? Ein Stall und eine Scheune des IENA wurden beim Brand komplett zerstört. 23 der 30 dort eingestallten Pferde verloren im Feuer ihr Leben. Abgebrannt ist auch eine an den Stall angrenzende Wohnung. Die darin wohnhafte Familie konnte sich rechtzeitig in Sicherheit bringen.

Was ist die Brandursache? Die Kantonspolizei Waadt geht von Brandstiftung aus. «Wir kennen die Motive der Brände noch nicht. Aber sieben Feuer in einer Nacht sind schon sehr ungewöhnlich. Wir möchten sowas natürlich für die Zukunft verhindern, wissen im Moment aber nicht, ob mit weiteren Vorfällen zu rechnen ist», sagt Arnold Poot, Mediensprecher der Kantonspolizei Waadt gegenüber «Schweiz aktuell». Die Staatsanwaltschaft Waadt hat eine Strafuntersuchung eingeleitet.

Was ist das «Institut Equestre National d'Avenches (IENA)? Das private IENA liegt in direkter Nachbarschaft zum Schweizer Nationalgestüt Avenches. Es führt nach eigenen Angaben jährlich rund 30 Reitsport-Veranstaltungen durch. Rund 200 Boxen vermietet es Pferdebesitzern.