Strafverfahren gegen Mitarbeiter der Zollverwaltung

Gegen zwei leitende Mitarbeiter der Eidgenössischen Zollverwaltung ist ein Strafverfahren eröffnet worden. Sie werden der ungetreuen Geschäftsführung verdächtigt. Die Bundesanwaltschaft bestätigte eine Meldung der «Schweiz am Sonntag».

Büro mit PC-Bildschirm und gelber Schutzjacke am Kleiderständer. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Vorwurf der ungetreuen Geschäftsführung bei der Zollverwaltung. Keystone

Die Bundesanwaltschaft hat ein Strafverfahren gegen zwei Mitarbeitende der Eidgenössischen Zollverwaltung (EZV) eröffnet. Diese werden der ungetreuen Amtsführung verdächtigt.

Das Verfahren wurde aufgrund einer Strafanzeige der Oberzolldirektion vom 2. März 2016 eröffnet. Die Bundesanwaltschaft bestätigte der Nachrichtenagentur sda einen entsprechenden Bericht der «Schweiz am Sonntag». Weitere Angaben machte sie nicht.

Bereicherung mit Informatikmaterial

Laut der Zeitung soll es sich um zwei leitende Angestellte in der Informatik handeln, die sich auch persönlich bereichert haben sollen. Unterschiedlichen Quellen zufolge geht es um überteuerte Beschaffungsverträge für elektronische Ausrüstung und privaten Weiterverkauf von Computer-Hardware. Für die Angeklagten gilt die Unschuldsvermutung.

Die ungetreue Amtsführung ist in Artikel 314 des Strafgesetzbuchs geregelt. Sie bezieht sich auf Mitglieder einer Behörde oder Beamte, die bei einem Rechtsgeschäft «die von ihnen zu wahrenden öffentlichen Interessen schädigen, um sich oder einem andern einen unrechtmässigen Vorteil zu verschaffen». Bei einer Verurteilung droht eine Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren oder eine Geldstrafe.