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Studie zur Mobilität Die Schweizer – ein Volk von Pendlern

Fast 4 Millionen Pendler gab es 2016 landesweit. Im Durchschnitt brauchen sie eine halbe Stunde für einen Weg.

Legende: Video Die Schweiz, ein Land von Pendlern abspielen. Laufzeit 01:51 Minuten.
Aus Tagesschau vom 27.08.2018.

Die Zahl der Pendler in der Schweiz hat massiv zugenommen. 1990 waren es noch 2,9 Millionen. 2016 waren es beinahe 4 Millionen Pendler in der Schweiz. Gleichzeitig hat auch die Zahl der Erwerbstätigen deutlich zugenommen. 1990 waren es noch 3,6 Millionen 2016 waren es 4,4 Millionen Arbeitstätige.

Legende:
Arbeitspendler seit 1990 (15 Jahre und älter) BfS

2016 benötigten die Pendler im Durchschnitt 30,3 Minuten, um zum Arbeitsplatz zu gelangen (ein Weg). Das zeigt die Mobilitätsstudie des Bundesamts für Statistik (BFS). Damit hat die Pendlerzeit seit dem Jahr 2000 um 7 Prozent zugenommen. Dies ist aber zum Teil auch auf Änderungen bei der Erhebung des Zeitbedarfs zurückzuführen.

Beliebtes Auto

Für 35 Prozent der Pendler dauerte 2016 ein Arbeitsweg maximal 15 Minuten. Weitere 56 Prozent der Pendler benötigten zwischen 16 und 60 Minuten.

Legende:
Pendler/innen nach Zeitbedarf Aufgewendete Zeit für den Arbeitsweg im Jahr 2016. BFS

Etwas mehr als die Hälfte der Pendler war dabei mit dem Auto als Hauptverkehrsmittel unterwegs. Das sind 52 Prozent der 4 Millionen. Der Anteil dieser Personen, die täglich hauptsächlich mit dem Auto unterwegs sind hat zwischen 1990 und 2000 um 5 Prozentpunkte zugenommen. Sie ist aber danach leicht zurückgegangen.

Zugelegt hat in den vergangenen Jahren die Bahn: Sie kam 2016 auf einen Anteil an den Hauptverkehrsmitteln von 17 Prozent. Dies entspricht gegenüber dem Jahr 1990 einer Zunahme um knapp 6 Prozentpunkten.

In harten Zahlen ausgedrückt, ist der Pendlerstrom von 327'000 auf 655' 00 Personen angestiegen. Dazu beigetragen haben nicht zuletzt die grossen Investitionen in ein leistungsfähiges nationales Bahnnetz (Projekt Bahn 2000) sowie diverse regionale S-Bahn-Angebote.

Legende:
Arbeitspendler/innen nach Hauptverkehrsmittel Anteil der Pendler/innen, die ein bestimmtes Verkehrsmittel als Hauptverkehrsmittel für den Arbeitsweg einsetzen. BfS

Immer mehr Menschen arbeiten ausserhalb ihrer Wohngemeinde. 2014 sind die Pendlerströme durch das Schweizer Mittelland und die Alpentäler viel grösser als noch 1990. Besonders die Pendlerströme zwischen den grossen Städten und Agglomerationen haben zugenommen, beispielsweise zwischen Bern und Zürich oder Basel und Zürich.

Bildvergleich

Regler nach links verschieben Regler nach rechts verschieben
Legende:Wichtigste Pendlerströme zwischen den Gemeinden, 1990 – 2014BfS

Als Pendlerbarrieren wirken allerdings nach wie vor die Sprachgrenzen. Beispielsweise bewegten sich 2014 nur etwa ein Siebtel so viele Personen zwischen Bern und Lausanne wie zwischen Bern und Zürich. Dies, obwohl der Zeitbedarf beider Strecken ähnlich gross ist.

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29 Kommentare

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  • Kommentar von Arthur Loosen (Looar)
    Ich pendle knapp 4 Stunden pro Tag mit dem ÖV. Es ist noch nicht allzulange her da kam unseren Vordenkern die Idee, man solle doch dorthin ziehen wo man arbeitet. Was für eine Massenwanderung bei 4 Millionen + Anhang. Also eine etwas absurd Vorstellung. Eine weitere Absurdität hat vor kurzem ein Freiburger Prof. Zum Thema Lohngleichheit bei Anrechnung des Arbeitsaufwandes veröffentlicht. Nun 4 Millionen sind ein grosser Haufen und aus den Zahlen könnten sinnvollere Erkenntnisse gewonnen werden!
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  • Kommentar von Samuel Müller (Samuel Müller)
    Ich „pendle“ 6 Minuten, vom Berg an den Stadtrand. Bin ich ein Pendler?
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    1. Antwort von Hans Meier (H-M)
      Pendler sind Arbeitnehmer, bei deren Arbeitsweg zwischen Wohnung und Arbeitsort die Grenze der Wohngemeinde überschritten werden muss!!
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  • Kommentar von Marianne Känzig (Marianne Känzig)
    Wenn ich das so lese! Pendeln zu Fuss! Und 15 Minuten pendeln! Da frage ich mich jetzt: Was heisst "nicht pendeln"? Vom Bett direkt ins Bürozimmer? Diese Untersuchung ist so richtig für die Katz. Aber irgendwie auch lustig. 15 Minuten pendeln. Hm. Ja. Hahaha! Hier müsste man wohl eher über Anzahl zurückgelegte Kilometer sprechen und nicht über Dinge wie "zu Fuss pendeln". Ohhh zu Fuss! Ich krümme mich vor Lachen. Da bekommt man gleich den Dichtestress!
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