Tatort Internet: Bund will Jihadisten besser im Auge behalten

Bislang ist die Schweiz von Terroranschlägen verschont geblieben. Experten der Bundespolizei befürchten, Jihadisten könnten hierzulande vermehrt aktiv werden. Deshalb soll das Internet verstärkt überwacht werden. Das Bundesamt für Polizei will aber auch noch andere Massnahmen ergreifen.

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Fedpol reagiert auf Dschihad in der Schweiz

2:25 min, aus Tagesschau vom 25.6.2013

Die Schweiz ist weit entfernt von einem Überwachungsprogramm der Marke Prism. Dennoch verstärkt das Bundesamt für Polizei (Fedpol) die Überwachung im Internet. Jagd machen die Bundespolizisten unter anderem auf Dschihadisten. Ein neues Programm soll sofort Alarm schlagen, wenn eine dschihadistische Website ihren Standort in die Schweiz verlagert.

Das ist nur einer von mehreren Schwerpunkten in der Arbeit des Fedpol. In einem Bericht zieht die Behörde Bilanz über das Jahr 2012 und blickt in die Zukunft.

Zeugenschutz

So soll unter anderem auch die Meldestelle für Geldwäscherei und Terrorismusfinanzierung gestärkt werden. Geplant ist eine intensivere Zusammenarbeit mit ausländischen Diensten.

Seit dem 1. Januar können bedrohte Zeugen speziellen Schutz beanspruchen. Exponierte Zeugen sollen so ermuntert werden, in heiklen Prozessen auszusagen.