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Schweiz Tiger im Regen

Logistik-Panne beim VBS: Für die stillgelegten Tiger-Kampfjets der Luftwaffe hat es nicht genügend Platz in den Hangars. Das zeigen Recherchen der «Rundschau». Seit Monaten steht in Emmen ein halbes Dutzend Tiger F-5 auf einem Abstellplatz im Freien, ungeschützt der Witterung ausgesetzt.

Kampfflugzeuge abgedeckt auf einem Flugplatz.
Legende: Bei Wind und Wetter: Ein halbes Dutzend Tiger F-5 steht in Emmen auf einem Abstellplatz im Freien. SRF

Ein Sprecher des Verteidigungsdepartements VBS räumt ein, dass dieser Zustand unbefriedigend sei. «Das Ziel ist, dass die Flugzeuge drinnen stehen. Sie müssen geschützt werden, damit ihr Wert möglichst erhalten bleibt,» sagte Thomas Walther, im Bundesamt für Rüstung (Armasuisse) Bereichsleiter für Kampfflugzeuge, gegenüber der «Rundschau».

Legende: Video Roger Harr: «Wir haben zu wenige Mittel» abspielen. Laufzeit 00:13 Minuten.
Aus News-Clip vom 29.04.2015.

Die Armasuisse, welche die Flugzeuge zu einem späteren Zeitpunkt ins Ausland verkaufen soll, arbeitet gemäss Walther zusammen mit der Luftwaffe und dem Wartungsbetrieb Ruag an einer Behebung des Missstands. Erwogen wird unter anderem eine Übergangslösung mit einer Zeltkonstruktion.

Flugzeuge sollten «ordentlich unterhalten bleiben»

Die Lagerung im Freien ist das jüngste Kapitel in der Auseinandersetzung rund um die Schweizer Tiger-Flotte. Vergangenen Herbst hatte das Parlament entschieden, dass die insgesamt 54 Tiger F-5 vorläufig weiter bei der Luftwaffe verbleiben.

Bundesrat Ueli Maurer hatte zuvor die Ausmusterung der Tiger beantragt. Inzwischen hat Maurers VBS 26 der 54 Tiger stillgelegt. Diese stillgelegten Flugzeuge verbleiben bei der Luftwaffe und sollten eigentlich «ordentlich unterhalten bleiben», wie das VBS nach dem Parlamentsentscheid versprach.

Die Tiger F-5 hatte die Schweiz in den 1970er und 1980er Jahren in den USA gekauft. Der Stückpreis betrug damals rund 18 Millionen Franken. Nach dem Volksnein zur Beschaffung von Gripen-Kampfflugzeugen im vergangenen Jahr fordern ehemalige und aktive Luftwaffenoffiziere nun, dass die alten Tiger weiterfliegen, bis neue Kampfflugzeuge beschafft sind.

Der ehemalige Generalstabsoffizier der Luftwaffe Roger Harr gegenüber der «Rundschau»: «Die Feuerwehr schmeisst ja auch nicht die alten Schläuche weg, bevor sie neue beschafft hat.»

Ruag: VBS-Pläne «unvernünftig»

Kritik an den Ausmusterungsplänen des VBS für die Tiger äussert auch der Rüstungsbetrieb Ruag: Der sicherheitspolitischen Kommission des Nationalrates legte Ruag-Geschäftsleiter Urs Breitmeier im Oktober ein Dokument vor, das die Pläne des VBS als «unvernünftig» bezeichnet, wie die «Rundschau» berichtet.

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68 Kommentare

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  • Kommentar von Hans Knecht, Torny
    Liebes SRF-Team, bei der Übersicht der Militärflugplätze ist es dienlich zu unterscheiden welche noch als Jet-Flugplätze vom Militär betrieben werden und welche nur für Transportflugzeuge zur Verfügung stehen. Das Icon mit der Su-24(?) wirkt daher irritierend,oder gibt es Bilder von einer gelandeten Su-24 in Alpnach? Des weiteren hat bei den Flugzeugen die Cessna 560 das falsche Bild. Des weiteren wurden nicht 1945, sodern 1953 die N-20 und 1958 die P-16 vom eigenen Bundesrat "abgeschossen"!
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  • Kommentar von Marlies Artho, Schmerikon
    Werter Res Gehrig betreffend kein vertrauen der SP, gilt ausschliesslich auf die militärische Angelegenheit, da diese Partei eher gegen die Armee ist, was ich nicht ganz verstehe, sorry. Darf ich Sie aber trotzdem bitten, meine zwei Beiträge an M. Müller und M. Fischer aufzuschalten. Danke für Ihr Verständnis.
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  • Kommentar von M. Schenk, Aarau
    SFR schreibt doch mal etwas ausführlicher auch über die Pannen im Sozial- und Justizdepartement und deren Geldverschleuderung z.B. bei der IV und den ganzen aus dem Rudergelaufenen Sozialausgaben. Da schweigt Ihr wie die drei bekannten Monkeys.
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