Toni Brunners Frischmilch-Appell für Armee lässt Ständerat kalt

Schweizer Soldaten sollen nicht zwingend frische Milch zum Frühstück bekommen: Das Anliegen von Toni Brunner hatte in der Sicherheitspolitischen Kommission des Ständerates – anders als noch im Nationalrat – keine Chance.

«Wässrige Pulvermilch verdirbt einem den Tag», findet Motionär Toni Brunner. Deshalb will er den Schweizer Soldaten per politischem Vorstoss Frischmilch zum Frühstück verordnen.

Ständeratskommission sagt klar Nein

Der St. Galler SVP-Nationalrat Brunner fordert, dass Soldaten künftig in der Regel Frischmilch statt Pulvermilch erhalten.

Alu-Trinkbecher neben einer Milchpackung Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Dämpfer für Toni Brunners Frischmilch-Initiative: Die zuständige Ständeratskommission will davon nichts wissen. Keystone

Was im Nationalrat noch ankam, hatte zumindest in der Sicherheitspolitischen Kommission des Ständerates keine Chance: Brunners Milch-Appell fiel in der Kommission mit 10 zu 0 Stimmen bei einer Enthaltung durch.

Die Truppenmoral beschworen

Vor seinen Ratskollegen hatte Nationalrat Brunner grosse Worte gebraucht, um ihnen seinen Vorstoss schmackhaft zu machen: Wenn den Armeeangehörigen jeden Morgen frische Milch zur Verfügung stehe, trage dies zur Anhebung der Truppenmoral bei.

Der Nationalrat hatte die Motion Anfang März dann mit 112 zu 68 Stimmen bei 10 Enthaltungen gut geheissen.

Brunner im Nationalrat: «Schlechte Laune wegen Pulvermilch»