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Schweiz Trojaner «Dyre» infiziert täglich hunderte Rechner in der Schweiz

In den vergangenen Wochen hat sich der Trojaner «Dyre» rasch in der ganzen Schweiz ausgebreitet. Vom Virus betroffen sind sowohl KMU als auch Privatanwender. Schweizweit hat die Schadsoftware bis jetzt einen Schaden von mindestens fünf Millionen Franken angerichtet.

Legende: Video Trojaner «Dyre» verbreitet sich lawinenartig in der Schweiz abspielen. Laufzeit 02:27 Minuten.
Aus Tagesschau vom 07.05.2015.

Die Melde- und Analysestelle Informationssicherung (Melani) warnt vor dem Trojaner «Dyre». In den vergangenen Wochen wurden demnach täglich mehrere hundert Neuinfektionen in der Schweiz gemeldet. Schweizweit hat Dyre gemäss Behörden bis jetzt einen Schaden von mindestens fünf Millionen Franken angerichtet. Woher die Angriffe kommen und wer dahinter steckt, ist unklar.

Der Trojaner ist besonders tückisch: Wenn ein Computer infiziert ist, werden E-Mails mit Malware über das Konto des Opfers an alle seine Kontakte gesendet. Da der Absender dem Empfänger bekannt und vertraut ist, ist die Gefahr gross, dass der Empfänger den Anhang öffnet. Dabei installiert sich ein Programm, das beim nächsten E-Banking-Besuch den Hackern Zugang zum Konto gewährt. Dieses wird dann geplündert.

Melani hatte bereits im Februar 2015 vor dem E-Banking-Trojaner gewarnt. Wegen der akuten Bedrohung durch «Dyre» wiederholt Melani die Warnung. Melani gibt auch Sicherheitstipps, Link öffnet in einem neuen Fenster, wie man die Gefahr reduzieren kann: Bestehen Zweifel, sollte der Autor des E-Mails zur Klärung angerufen werden. Wenn die Anlage bereits geöffnet wurde, ist es erforderlich, ein Antivirus-Programm zum Entfernen der Malware zu verwenden.

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16 Kommentare

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  • Kommentar von Roland Felix, Winterthur
    Wie ist so etwas möglich, Symantec hat diesen Trojaner bereits im September 2014 in die Prevention integriert. D.h. Unternehmen welche heute diesen Trojaner einfangen haben seit damals keinen Virenschutz mehr aktualisiert... hallo! Oder handelt es sich einmal mehr um eine Medienschlacht?
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    1. Antwort von A. Fries, Luzern
      Der Trojaner verbreitet sich so stark, weil immer wieder in neuen Varianten auftauchen welche vom Virenscanner NICHT erkannt werden. Diese Woche habe ich einen auf virustotal.com analysiert welcher von gerade mal 4 Scanner erkannt wurde und von den 53 anderen nicht. Auch Symantec hat ihn nicht erkannt. Ein Tag später wurde der Virus dann aber schon von 50% der Scanner erkannt.
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  • Kommentar von Jeanôt Cohen, Thun
    Und genau darum laufe ich immer noch gerne zum Schalter und mache da meine Einzahlungen. Es ist zwar sehr ärgerlich das mit Erpressung durch Gebühren versucht wird eine dazu zu zwinge via das unsichere Internet zu tun, aber wer ist der dumme wenn es schieflauft?!
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  • Kommentar von M.Meier, Basel
    Alle wollen einen immer für E-Banking überzeugen weil das angeblich so sicher sei. Dabei wird es nie sicher sein! Solange der Rechner am Internet hängt kann man alles einsehen und fernüberwachen. (Gilt für alle Rechnersysteme wie Smartphones und Tablets).
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