Zum Inhalt springen

Header

Baustelle mit Kränen.
Legende: Die Grossbaustelle der Messe Schweiz im Kreuzfeuer der Kritik. Keystone
Inhalt

Schweiz Trotz Lohndumping-Vorwürfen: «Die wohl bestgeführte Baustelle»

Lange hat René Kamm zu den mutmasslichen Fällen von Lohndumping auf der Basler Messebaustelle geschwiegen, jetzt nimmt der CEO der Messe Schweiz in einem Exklusiv-Interview mit «Schweiz aktuell» ausführlich Stellung und verwahrt sich gegen jegliche Kritik an der Messe und dem Generalunternehmer HRS.

Mehrere Verdachtsfälle von Lohndumping auf der Basler Messebaustelle sind in den vergangenen Monaten publik geworden. So sollen slowenische Metallbauer zu einem Stundenlohn zwischen 5 und 8 Euro gearbeitet haben oder polnische Gipser für 14 Franken. Damit wären die gesetzlichen Mindestlöhne massiv unterschritten worden.

In den letzten Tagen nahm darum die Kritik nicht nur am Generalunternehmer HRS, sondern auch am Bauherrn Messe Schweiz massiv zu. So wurden im Basler Grossen Rat und im Baselbieter Landrat dringliche Vorstösse eingereicht, in denen verlangt wird, die Messe habe ihre Verantwortung wahrzunehmen und müsse zum Beispiel einen Teil der vereinbarten Auftragssumme zurückbehalten, um damit «zu erwartende Lohnausstände, Konventionalstrafen, Bussen und Versicherungsfälle» zu finanzieren.

Messe Schweiz weist Vorwürfe kategorisch zurück

Messe-CEO René Kamm bezeichnet solche Forderungen im Interview mit dem Schweizer Fernsehen als «absoluten Blödsinn und reine Polemik». Die Messebaustelle sei «perfekt», die Messe habe keine Fehler gemacht und hätte nichts anders oder besser machen können. Dass es trotzdem immer wieder zu Fällen von mutmasslichem Lohndumping kommt, begründet Kamm mit der Grösse der Baustelle. Es sei logisch, dass bei so einem grossen Bau mehr passiere als bei einem Wohnungsumbau.

Video
CEO der Messe Schweiz weist aller Vorwürfe zurück.
Aus News-Clip vom 14.12.2012.
abspielen

Dass ein Teil der Öffentlichkeit nun die Messe kritisiere, störe ihn zwar, es belaste ihn aber nicht. Denn letztlich sei das nichts weiter als das Resultat einer Kampagne der Gewerkschaft Unia. Diese mache «einen super Job», sagt Kamm ironisch.

Die Messe Schweiz befindet sich zu 49 Prozent in der öffentlichen Hand. Grösster Aktionär ist der Kanton Basel-Stadt mit 33,5 Prozent der Aktien.

Jederzeit top informiert!
Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden.

Meistgelesene Artikel

Nach links scrollen Nach rechts scrollen

1 Kommentar

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Hans Haller , Kölliken
    Best geführteste Baustelle und dennoch gibt es da Lohndumping.
    Das lässt aufhorchen. Wie sieht es den aus bei all jenen Baustellen, die nicht so gut geführt sind? -