Trotz neuen Vorwürfen: Bruno Frick hält an seiner Version fest

Seit wann wusste Bruno Frick vom Strafverfahren gegen ihn? Einer der Kläger behauptet: Nicht erst seit letzten Freitag! Doch Bruno Frick hält gegenüber «10vor10» an seiner Version fest.

Video «Affäre Frick» abspielen

Bruno Frick beharrt auf seiner Darstellung

4:30 min, aus 10vor10 vom 10.7.2013

Die «Schweiz am Sonntag» brachte den Stein letztes Wochenende ins Rollen. Gegen den neu gewählten Finma-Verwaltungsrat Bruno Frick ist ein Strafverfahren im Kanton Schwyz im Gang. Gegen ihn wird wegen ungetreuer Geschäftsbesorgung ermittelt.

Frick betonte, dass er erst am vergangenen Freitag davon erfahren habe. Einer der Betroffenen, der die Anzeige einreichte, sagt aber nun in der Onlineausgabe der Handelszeitung: Das stimme so nicht. Frick wisse schon länger von der Anzeige.

Vorfälle liegen mehr als zehn Jahre zurück

Was sagt Bruno Frick zu diesen Vorwürfen? Vor der Kamera wollte er sich heute nicht äussern. Am Telefon sagte er «10vor10» aber, dass dies eine «wilde Behauptung» sei. Er sei wirklich erst am «vergangenen Freitag informiert» worden. Damit bleibt Frick bei seiner bisherigen Darstellung.

Das Verfahren gegen den alt CVP-Ständerat geht auf Geschäfte im Jahr 1999 zurück. Die Strafanzeige wurde allerdings erst 2011 eingereicht. Nach Angaben Fricks geht die Anzeige wahrscheinlich auf ein Mandat bei der Buechli Holding AG zurück. Hier präsidierte er von 1997 bis 1999 als Verwaltungsrat.