Über 22 Millionen Franken für Nepal

Seit dem zerstörerischen Erdbeben in Nepal ist ein knappes Jahr vergangen. In den Wiederaufbau des Landes, der in vollem Gange ist, fliessen auch viele Spendengelder aus der Schweiz: 22,3 Millionen Franken können hiesige Hilfswerke gegenwärtig einsetzen.

Nepalesische Frau schleppt Feuerholz. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Eine Frau schleppt in Barpak Feuerholz. In diesem Dorf wurden durch das Erdbeben mehr als 1400 Häuser zerstört. Keystone

Auch ein Jahr nach dem gewaltigen Erdbeben ist Nepal noch weit entfernt von Alltag und Normalität. Die drei Schweizer Hilfswerke Caritas, Helvetas und Solidar Suisse haben sich für zahlreiche Projekte zusammengeschlossen und können gegenwärtig 22,3 Millionen Franken in Nepal einsetzen. Der grösste Teil davon kam bei Sammelaktionen der Glückskette zusammen.

Das Geld wird hauptsächlich für den Bau von erdbebensicheren Wohn- und Schulhäusern verwendet, wie aus einer gemeinsamen Mitteilung hervorgeht. Die ersten von insgesamt 34 geplanten Schulen sollen noch in diesem Jahr fertiggestellt werden.

4000 Häuser werden neu aufgebaut

Die Hilfswerke investieren zudem viel Geld in die Ausbildung der jungen Nepalesen. Rund 3000 Frauen und Männer werden in diesem Jahr als Fachleute für erdbebensicheres Bauen geschult. «Mit dieser praxisorientierten Ausbildung ermöglichen wir den Wiederaufbau von 4000 Häusern», so Helvetas-Programmkoordinator Franz Gähwiler.

Gebaut werden mit den Spenden auch Wasserversorgungs-Anlagen und Hängebrücken. Eine Million Franken wird zudem direkt an Bedürftige abgegeben, wie es bei Solidar Suisse hiess. Damit könnten diese dringend Nötiges wie etwa Saatgut kaufen.

Beim Erdbeben der Stärke 7,8 im Himalaya-Gebiet kamen im April 2015 mindestens 9000 Menschen ums Leben. Rund 600'000 Häuser stürzten ein. Eine halbe Million Menschen wurde obdachlos.