Universitäten greifen in die Politik ein

Nach dem Ja zur Zuwanderungsinitiative haben die Rektoren der Schweizer Universitäten beschlossen zu handeln. Sie wollen bei der Umsetzung des neuen Verfassungsartikels mitreden.

Die Universitäten in der Schweiz sind direkt von den Folgen des Abstimmungsresultats zur Zuwanderungsinitiative betroffen: Die EU hat als Konsequenz das Aus für Studentenaustauschprogramm Erasmus+ und das Forschungsprogramm «Horizon 2020» für 2014/15 beschlossen.

Künftig wollen die Universitäten früher eingreifen, wenn sie von einem politischen Entscheid betroffen sein könnten. Ralph Eichler, Präsident der ETH Zürich bestätigte einen entsprechenden Bericht der «Schweiz am Sonntag». Man habe die Lehren aus dem Ja zur Zuwanderungsinitiative gezogen. Es gelte nun besser zu beobachten, was für Konsequenzen eine Abstimmung haben könnte und das Volk über diese auch zu informieren, so Eichler.

Die Universitäten würden damit ihren neutralen Status nicht verlieren, ist sich Eichler sicher. Man sei ein Teil der Gesellschaft und als solcher dürfe man sich auch äussern. Deshalb habe man beschlossen sich jetzt aktiv an der Diskussion zur Umsetzung der Zuwanderungsinitiative zu beteiligen. Die Ausbildung komme der gesamten Schweiz zugute, «darum wollen wir für unsere Anliegen kämpfen».