- Im Tierschutzfall Ramiswil SO hätten nicht alle der 122 Hunde eingeschläfert werden müssen, sagt eine externe Untersuchung.
- Bei 99 Hunden war der Entscheid richtig, bei den übrigen Tieren sei «keine genügend differenzierte Triage vorgenommen worden».
- Gründe, dass es so weit kam: zu viel Administration, zu wenig Risikobewusstsein und zu viel Vertrauen in die Tierhalterin.
Im November 2025 beschlagnahmte der Solothurner Veterinärdienst 122 Hunde, 43 Pferde sowie zwei Ziegen auf einem Hof in Ramiswil. Die Hunde wurden vor Ort getötet, die anderen Tiere wurden weggebracht, 32 Pferde wurden versteigert.
Nach Fragen und Kritik leitete der Kanton Solothurn eine externe Untersuchung ein. Der Untersuchungsbericht liegt nun vor.
Er attestiert dem Solothurner Veterinärdienst professionelles Handeln. Die Mitarbeitenden hätten grosses Engagement gezeigt, mit Blick auf das Tierwohl.
Die Eskalation auf dem Hof sei nicht auf einen einzelnen Fehlentscheid oder ein punktuelles Versagen zurückzuführen. Gründe seien die Kombination von zu viel Administration beim Vollzug, zu wenig Risikobewusstsein und zu viel Vertrauen in die Tierhalterin.